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Nummer 1 auf der Wunschliste der Kinder

HAUSTIERE Wie Kinder von Haustieren profitieren können

Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass ein eigenes Heimtier auf der Wunschliste vieler Kinder an oberster Stelle steht.

PD/EW - Psychologen befürworten nachdrücklich den Kontakt zwischen Kind und Tier: Internationale Studien belegen, dass Kinder von tierischen Hausgenossen in vielfacher Hinsicht profitieren. Tiere geben Selbstvertrauen - der tierische Freund akzeptiert das Kind so, wie es ist, er kritisiert und nörgelt nicht und stellt keine Forderungen. Tiere fördern das Urvertrauen von Kindern, geben ihnen Sicherheit und das Gefühl, ohne Vorbehalte geliebt zu werden. Vor allem kontaktscheue und gehemmte Kinder können durch den Kontakt mit dem Tier richtig aufblühen.

Mehr Verantwortungsbewusstsein

Ein Heimtier macht nicht nur Freude, sondern bedeutet auch Verantwortung, Verpflichtung und Arbeit. Kleine Tierbesitzer müssen dafür sorgen, dass ihr Freund alle Pflege bekommt, die er braucht. Allerdings können Kinder erst ab einem Alter von etwa zehn bis zwölf Jahren wirklich selbstständig für ein Tier sorgen. Bis dahin müssen die Eltern auf die richtige Pflege und Betreuung achten. Das Verantwortungsbewusstsein wird aber auch dann geweckt und gefördert, wenn Kinder beim Füttern oder Käfigreinigen mithelfen.

Kommunikationsfähigkeit

Tiere machen einfühlsam, sie können ihre Wünsche nicht mit Worten ausdrücken, sie «sprechen» auf andere Art und Weise. Kinder, die mit Tieren aufwachsen, lernen daher auch, Körpersprache besser zu deuten und sind bei nonverbaler Kommunikation gegenüber «tierlosen» Kindern im Vorteil.

Längere Ausdauer

Ein Tier kann man nicht einfach in die Ecke stellen und vergessen wie ein Spielzeug. Es will jeden Tag beachtet und gepflegt werden. Gerade unkonzentrierte, hyperaktive Kinder können in dieser Hinsicht besonders profitieren.

Stärkere Rücksichtnahme

Für Kinder ist es oft sehr schwierig, Geduld zu haben, auf etwas zu verzichten und eigene Wünsche zurückzustellen. Im Kontakt mit dem tierischen Freund wird Rücksichtnahme automatisch geübt.

Tiere als Pädagogen

Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, sind Tiere ideale Pädagogen - nicht von ungefähr werden «tierische Therapeuten» immer öfter sogar bei der Behandlung und Rehabilitation von psychisch kranken oder belasteten Kindern eingesetzt.

Mensch-Tier-Beziehung

Weitere Informationen zum Thema Heimtiere finden Sie beim Institut für Interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung unter www.iemt.ch.


Zuger Woche vom Mittwoch, 8. April 2015, Seite 18