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Akademiker in den Städten

In den Schweizer Städten leben immer mehr Akademiker. In den Grossstädten besitzen mittlerweile zwei von fünf Personen einen Hochschulabschluss (41,3%).

Schweiz Welchen Bildungsabschluss haben Städter? Wie lange sind sie in Ausbildung und wann ziehen sie von Zuhause aus? Antworten liefert die neue Ausgabe des Jahrbuchs «Statistik der Schweizer Städte» des Schweizerischen Städteverbands und des Bundesamtes für Statistik BFS, das 2019 einen Schwerpunkt zur Bildung enthält. Die Daten zeigen: In den Schweizer Städten hat in den letzten Jahren eine Akademisierung stattgefunden. So besitzt heute fast die Hälfte der Zürcher Stadtbevölkerung (45,5%) einen Hochschulabschluss, in Genf sind es 42,4 Prozent (%) und in Bern 41,8%.

Paare auf Augenhöhe

Weiter zeigt die Statistik, dass Paare, die in Städten leben, meistens denselben Bildungsabschluss haben: Unter allen Ehe- und Konsensualpaaren sind solche mit gleich hoher Ausbildung am häufigsten vertreten (56,7%). In 27% der Fälle kann der Mann einen höheren Bildungsabschluss vorweisen, in 11,2% die Frau. Ob ein Paar Kinder hat oder nicht, macht dabei keinen wesentlichen Unterschied aus. Paare, bei denen der Mann über einen höheren Bildungsabschluss verfügt, sind am häufigsten in Stans (38,1%) am seltensten in Genf (19,2%) anzutreffen.

Hotel Mama bis 24 Jahre

12,4 % aller Städter über 15 Jahre befinden sich in Ausbildung. Und 73% der 15- bis 28-jährigen Städter wohnen noch im Elternhaus. Damit liegt der Anteil deutlich über dem Schweizer Durchschnitt von 65,5%. Von Zuhause ziehen die städtischen Jugendlichen mit durchschnittlich rund 24 Jahren aus, was dem Schweizer Durchschnitt entspricht.

Grüne und FDP im Aufwind

Wie üblich beinhaltet die «Statistik der Schweizer Städte» auch Daten zur städtischen Politik. Ein Rückblick auf die letzten 25 Jahre zeigt, dass die SP Ende der 1990er-Jahre die FDP als stärkste Partei in den städtischen Parlamenten ablöste, die Spitzenstellung 2011 aber wieder der FDP überlassen musste. Mit einem Sitzanteil von 24,5% ist die FDP 2018 in den Stadtparlamenten nach wie vor am stärksten vertreten, gefolgt von der SP mit 22,6% und der SVP mit 14,7%. Die Grünen und die CVP kommen noch auf 9,2 respektive 9,1% der Sitze.

Wahlen 2019

Interessant im Hinblick auf die nationalen Parlamentswahlen im Herbst dieses Jahres ist insbesondere die Entwicklung der Parteienstärke seit den letzten eidgenössischen Wahlen. Insgesamt sind die Sitzverhältnisse in den städtischen Parlamenten im Vergleich zu 2015 relativ stabil geblieben. Am stärksten konnten die Grünen (+0,5%) und die FDP (+0,3%) zulegen. Die grössten Sitzverluste erlitt die CVP, deren Sitzanteil in städtischen Parlamenten von 10,5% auf 9,1% zurückging. Ebenfalls rückläufig war der Sitzanteil der BDP von 1,6 auf 1,0%. Die ganze Studie finden Sie im Internet unter: www.bfs.admin.ch

PD/DK


Zuger Woche vom Mittwoch, 24. April 2019, Seite 21