E-Paper - 08. April 2015
Zuger Woche
E-Paper - Auswahl
E-Paper - Ansicht
 
 

Rechnung schliesst mit einer roten Null

STADT ZUG Einmalige Rückzahlung ist Grund für ausgeglichene Rechnung

Besser als erwartet: Statt eines Defizits von rund vier Millionen Franken ist die Rechnung 2014 der Stadt Zug praktisch ausgeglichen.

PD/DK - Eine einmalige Rückzahlung aus dem kantonalen Finanzausgleich machte es möglich, dass die Stadt Zug die Rechnung 2014 mehr oder weniger ausgeglichen abschliesst. 367 077.17 Franken beträgt das Defizit für das vergangene Jahr. Stadtrat Karl Kobelt, Vorsteher Finanzdepartement: «Es ist grundsätzlich erfreulich, dass wir deutlich besser abschliessen als budgetiert. Wir müssen aber ehrlich sein: Dies geschah nicht unbedingt aus eigener Kraft.» Möglich gemacht hat es eine einmalige Rückzahlung von rund drei Millionen Franken aus dem kantonalen Finanzausgleich. Diese Summe erhält die Stadt zurück, weil sie in den letzten Jahren wegen eines Statistikfehlers zu viel Geld in den Finanzausgleich gezahlt hatte.

Straffe Investitionsplanung

Der Gesamtaufwand der städtischen Rechnung liegt bei 268 Millionen Franken. Dies ist höher als budgetiert. Ebenfalls grösser fallen die Gesamteinnahmen (267 Millionen Franken) aus. Die Investitionen betragen netto 20.4 Millionen Franken, was unter dem strategischen Zielwert von 30 Millionen Franken liegt und zu einem hohen Selbstfinanzierungsgrad von 122 Prozent führt. Karl Kobelt weiter: «Der Stadtrat verfolgt eine langfristige Investitionsplanung. Damit ist gewährleistet, dass der Beitrag der Stadt Zug für den möglichen Bau des Stadttunnels von 100 Millionen Franken gut verkraftet werden kann, sofern dieser vom Stimmvolk befürwortet wird.»

Gewitterwolken ab 2018

In den nächsten drei Jahren sieht die Finanzplanung dank der umgesetzten Spar- und Verzichtsplanung jeweils ausgeglichene Rechnungen vor. In diesem Zeitraum wird die Stadt Zug als grösste Gebergemeinde auch durch die Teilrevision des Zuger Finanzausgleichs etwas entlastet. Aber dieser Vorteil wird bereits wieder gefährdet, weil das kantonale Entlastungsprogramm vorsieht, einzelne Aufgaben neu den Gemeinden aufzubürden.

Zuger Woche vom Mittwoch, 8. April 2015, Seite 2 (156 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE

 
 

<   April   >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30