E-Paper - 15. April 2015
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Jahresrechnung '14

MENZINGEN Trübe Zukunftsaussichten

Die Einwohnergemeinde Menzingen würde das Jahr 2014 mit einem Plus von 1'146'074 Franken abschliessen. Dieses gute Ergebnis wird jedoch gemindert durch ausserordentliche Rückstellungen für Beiträge an die Denkmalpflege. Somit resultiert am Ende noch ein Überschuss von 327'146 Franken.

PD/EW - Budgetiert war für das Jahr 2014 ein Mehraufwand von 949'000 Franken. Durch einen Sondersteuerfall bei den natürlichen Personen (Mehreinnahmen von ca. 1.4 Mio. Franken), weniger Sozialausgaben und die gute Budgetdisziplin resultierte schlussendlich ein Überschuss von 1'146'074 Franken. Die Gemeinde muss jedoch 2015 erhebliche Beiträge an die kantonale Denkmalpflege leisten. So sind Beiträge gesprochen für die Sanierung des Lasalle-Hauses inkl. Alte Villa in Edlibach, die Lenkwaffenstellung Gubel und die Renovation der Kantonsschule Menzingen. Diese Beiträge wurden als Rückstellungen im Umfang von Total 818'928 Franken gebucht. Somit weist das Nettoergebnis II (nach Rückstellungen) noch einen Überschuss von lediglich 327'146 Franken aus. Weitere Sanierungen/Renovationen von denkmalgeschützten Objekten sind in naher Zukunft zu erwarten.

Positiver Abschluss

Der Jahresabschluss ist grundsätzlich positiv zu werten. Allerdings sind die Zukunftsaussichten getrübt: Die ordentlichen Steuern pendeln sich auf einem tiefen Niveau ein. In den vergangenen Jahren besserten Sonderfälle (Lottogewinne etc.) das Ergebnis jeweils merklich auf. Planen kann man jedoch nicht damit. Da die Landreserven sehr knapp sind, kann die Gemeinde aus eigener Kraft wenig Wachstum erzielen. Sie ist daher auf den Goodwill der anderen Gemeinden resp. den kantonalen Finanzausgleich angewiesen. Im Finanzplan bis 2019 ist eine Erhöhung des Steuerfusses auf 75 % abzusehen. Damit würde Menzingen abgeschlagen auf dem letzten Platz im innerkantonalen Ranking liegen und an Standortattraktivität verlieren. Es gilt jetzt die Weichen zu stellen, damit diese Steuererhöhung verhindert werden kann.

Zuger Woche vom Mittwoch, 15. April 2015, Seite 4 (71 Views)

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