E-Paper - 15. April 2015
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«Liebi macht erfinderisch!»

CHAM Das neue Stück der Volksbühne Cham feiert am 18. April Premiere

Freude, Aufregung, Stolz, Angst, Panik, Ungeduld, Spannung, Glück, Liebe, Nähe, Vertrauen. Stellen Sie sich einen Moment in Ihrem Leben vor, in dem Sie alle diese Gefühle auf einmal gefühlt haben. Für die Schauspieler der Volksbühne Cham geht mit diesen Gefühlen der Vorhang auf!

PD/EW - Die Volksbühne Cham steckt gerade mitten in der heissen Phase vor der Premiere des Stückes: «Liebi macht erfinderisch!» Eine intensive Zeit, in der die Schauspieler zusammen mit der Crew alles geben, um das beste Ergebnis zu erzielen. In den Endproben wird nochmals an Tempo und Artikulation gefeilt, an Kostümen herum gezupft, gepudert, geübt und verbessert.

Ein imaginärer Freund

Wie sich die Schauspieler in dieser Zeit fühlen, kann man wohl nur mit einem Wirbelsturm vergleichen. Seit Tagen will das Kribbeln im Bauch nicht verschwinden, die Gedanken kreisen um einen Menschen, den sie vor einiger Zeit erfunden haben. Mit der sie sich Tage und Nächte lang beschäftigt haben. Wie ein imaginärer Freund begleitet er sie an jeden Ort. Er liegt neben ihnen im Bett, isst aus dem gleichen Teller und fährt mit ihnen im Auto. Aber damit nicht genug! Sie überlegen sich ununterbrochen, wie es beim Publikum ankommen wird. Natürlich hoffen alle auf einen Erfolg und wissen nicht, ob sie Angst vor dem grossen Tag haben sollen oder sich einfach nur freuen dürfen.

Ein langer Weg

110 Stunden probieren und gestalten acht Männer und Frauen über zehn Wochen lang mit der Hilfe der Regie ihre Rollen. Nicht mitgerechnet sind die Stunden, die sie sich mühevoll mit dem Lernen des Textes auseinandersetzen oder in denen sie sich während eines Shootings fürs Plakat ins Zeug werfen. Für die Regie und die Regieassistenz beginnt die Arbeit schon einige Monate zuvor. Die Auswahl des Stückes, die Suche nach Spielern, die Planung des Bühnenbildes und das Erstellen des Regiekonzeptes sind die wichtigsten Punkte mit der sich das Team auseinandersetzen muss. Gerade bei Laienschauspielern ist es wichtig, sich gut vorzubereiten denn dies fördert das Vertrauen und gibt den Spielern die Möglichkeit, sich richtig auszuprobieren. Es braucht richtig Mut, sich auf eine Bühne zu stellen, und man muss bereit sein, sich auf Neues einzulassen. Allerdings ist das Theaterspielen auch für jeden eine Chance.

Das Bewusstsein schärfen

Sie entdecken neue Seiten an sich, erforschen, kreieren und feilen daran. Sie müssen lernen, einander zuzuhören, aufmerksam zu sein gegenüber ihren Mitspielern und vor allem einander zu vertrauen. Gar nicht so einfach! Allerdings stärken diese Herausforderungen das Selbstvertrauen, denn viele sind sich nicht bewusst, was alles in ihnen steckt. Die Regie legt grossen Wert darauf, dass jeder der Spieler sein Bewusstsein schärft. Der Zuschauer nimmt jede Bewegung auf der Bühne wahr. Wenn jemand nervös mit den Fingern spielt, gibt dies der Rolle eine grosse Bedeutung. Wichtig ist, dass man entscheidet, ob man diese nervösen Finger bewusst ins Spiel einbringen will oder nicht. Dies kann nämlich entweder ein toller Wiedererkennungswert sein oder es kann überhaupt nicht passen und die Rolle somit unglaubwürdig machen. Mit den ehrgeizigen Spielern der Volksbühne Cham ist es aber eine Freude zu arbeiten und man spürt sofort, dass jeder sein Bestes geben wird. Auf jeden Fall erwartet das Publikum eine lustige Komödie mit viel Tempo und acht tollen Schauspielern, die sich top vorbereitet haben, um Sie bestens zu unterhalten. Das Stück: «Liebi macht erfinderisch!» ist eine Komödie von Ray Cooney, die von drei Frauen und fünf Männern mit viel Liebe zum Theater zum Besten gegeben wird. Gespielt wird ab dem 18. April bis zum 8. Mai im Restaurant Steiereck in Cham.

Beschreibung des Stückes

Hugo Meier, ein mutiger, lebensfroher Taxichauffeur ist unser Held der Geschichte. Der liebevolle Mann führt nämlich ein heimliches Doppelleben. Verheiratet mit zwei Frauen, die nichts voneinander wissen, pendelt Hugo dank Nacht- und Frühschicht zwischen den beiden Damen hin und her. Als durch einen unglücklichen Zwischenfall die ganze Sache aufzufliegen droht und sogar die Polizei sich einschaltet, versucht Hugo, gemeinsam mit seinem Nachbarn und Freund Oskar Stöckli, alles, um die Situation zu retten. Die immer verzwicktere Lage der beiden gipfelt in einem Netz aus verzweifelten Lügen. Durch das Auftauchen des etwas aufdringlichen Innendekorateurs Bobby Baumann gerät alles vollends aus den Fugen...

Zuger Woche vom Mittwoch, 15. April 2015, Seite 6 (76 Views)

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