E-Paper - 22. April 2015
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«Opel gehört zur Familie»

INTERVIEW Silvio Romano hat sich einen Traum erfüllt

Ein temporeiches Hobby hat sich Silvio Romano ausgesucht - Am 25. April fährt er sein erstes Opel OPC Challenge-Rennen.

Interview von Lilian Fritze

Silvio Romano, Sie haben im Mai 2014 vom «Blick» eine Testfahrt mit einem Opel Cabrio gewonnen und heute verfügen Sie über eine REG-Rennlizenz. Wie kam es dazu?

Es ist eigentlich eine verrückte Geschichte. Als ich mich bei Opel für die Testfahrt bedankte, fragte ich zugleich, ob es eine Möglichkeit gäbe, mehr Testfahrten für sie zu machen. Ich rechnete mit keiner Antwort, doch diese kam prompt. «Ja, wenn Sie einen Blog schreiben.» Gesagt, getan und am nächsten Tag erhielt Opel von mir den ersten Blog Entwurf. Eines Tages kam Frau Danner von Opel auf mich zu und fragte: «Möchtest du nicht bei der Opel OPC Challenge mitfahren?» Ich fragte: «Als Beifahrer?» und sie meinte: «Nein, nein als Fahrer.» Ich sagte natürlich ja. In der Zwischenzeit habe ich alles organisiert: Rennlizenz, Helm, Overall, Schuhe, Handschuhe - was man eben so braucht als Rennfahrer. Mittlerweile sind sogar zwölf Sponsoren dazu gekommen, die ihre Logos auf meinem Rennoverall platzieren werden.

Was versteht man eigentlich unter einer REG-Lizenz?

Die REG-Lizenz ist die regionale Rennlizenz des Auto Sport Schweiz Verbands und berechtigt zur Teilnahme an Slalom- oder Bergrennen.

Die meisten Leute würden wohl von einer Rennkarriere bei Mercedes, Audi oder Ferrari träumen. Warum fahren Sie bei Opel?

Die Marke Opel begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Mein Vater und mein Onkel fuhren schon Opel. Später habe ich regelmässig die DTM verfolgt und träumte davon, ein Rennen in einem Opel zu fahren.

Hat sich Ihr Fahrverhalten verändert, seit Sie Opeltestfahrer sind?

Nein, eigentlich nicht. Aber ich versuche, bei jeder Testfahrt das Optimum aus dem Fahrzeug herauszuholen.

Wie sieht es mit der Nervosität vor einem Rennen aus? Fährt die Angst mit?

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, nicht nervös zu sein, aber ich habe mich gut vorbereitet; körperlich wie mental. Zusätzlich habe ich ein ACS-Sportfahrer Training und einen Intensiv Slalomtesttag besucht. Deshalb würde ich sagen, Angst fährt nicht mit, aber sicher Respekt vor der Sache.

Wie gross ist der Zeitaufwand pro Woche für dieses aussergewöhnliche «Hobby»?

Die Testfahrten sind ja in meinen normalen Alltag eingebettet, die Blogbeiträge schreibe ich nachts, da ich nicht so früh zu Bett gehe wie meine Frau bzw. mein Sohn. Das Rennfahren bezieht sich auf einen Tag am Wochenende, in dieser Saison sind es neun Rennen.

War Rennfahrer zu sein ein Kindheitstraum?

Ja, es ging mir wahrscheinlich wie vielen Buben. Rennfahrer, Pilot, Astronaut - die Bubenträume, die man so hat. Eigentlich habe ich ja gar nicht mehr mit der Erfüllung meines Traumes gerechnet, aber dank Opel Suisse wird er nun wahr.

Neben dem Rennfahren schreiben Sie auch einen Blog. Über was schreiben Sie am liebsten?

Ich habe kein Lieblingsthema, aber über die OPC-Modelle zu berichten, ist sicher etwas sehr spezielles. Ich versuche auch, meinen Blog nicht allzu technisch werden zu lassen. Mein Bedürfnis ist es, die Emotionen, die man als Opelfahrer hat, den Lesern näher zu bringen.

Sie fahren privat seit 21 Jahren Opel. Wenn diese Marke nicht mehr existieren würde, was würden Sie dann fahren?

Eine schwierige Frage. Ich würde meinen Opel wohl solange es geht am Leben erhalten, im Notfall vielleicht auf Skoda wechseln.

Sie sind sehr vielseitig beschäftig. Lässt sich dies gut unter einen Hut bringen?

Wie alles im Leben lässt sich mit Willen, Fleiss und Organisation vieles managen. Wichtig ist dabei der Rückhalt meiner Familie, mit der ich so viel Zeit wie möglich verbringe. Da kommt es auch vor, dass ich einen Termin aus Rücksicht auf meine Familie absage.

Ihr Schlusswort an die Leserschaft?

«Live your dream!» und «be yourself».

Silvio Romano, vielen Dank für das Interview.

redaktion@zugerwoche.ch

Zuger Woche vom Mittwoch, 22. April 2015, Seite 3 (81 Views)

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