E-Paper - 25. Mai 2016
Zuger Woche
E-Paper - Auswahl
E-Paper - Ansicht
 
 

Kreative Zwischennutzungen in einem bauwütigen Kanton

Von Laura Hürlimann/LF

Zwischennutzungen sind im Kanton Zug rar. Hauptverantwortlich dafür sind die hohen Bodenpreise. Es gibt aber Beispiele, die zeigen, wie es trotz des grossen wirtschaftlichen Drucks funktionieren kann.

Kanton Zwischennutzungen sind Projekte, die in leerstehenden Häusern für eine befristete Zeit Fuss fassen können.

«Je höher der Bodenpreis ...»

Im Kanton Zug sind sie rar. «Es gibt eine einfache Formel, die lautet: 'Je höher der Bodenpreis, desto weniger Zwischennutzungen'», fasst es Aldo Caviezel, Leiter des Amtes für Kultur des Kantons Zug zusammen. Leerstehende Häuser sind im Kanton Zug Mangelware. Wo neu gebaut werden kann, wird gebaut. Alles andere wäre Geldverschwendung. Dass unter solchen Umständen erfolgreiche Zwischenutzungen nur schwer zustande kommen, versteht sich von selbst. Aber es gibt sie!

Zuger Beispiele

Die Shedhalle an der Hofstrasse 15, die vom Amt für Kultur geführt wird, gehört zu den florierenden Zwischennutzungen in Zug. Ob Ausstellung oder privater Anlass, die Räumlichkeiten bilden den perfekten Rahmen für eine Vielzahl von Events. Das weiss auch die Theater- und Musikgesellschaft Zug, die ebenfalls zu den Shedhalle-Nutzern gehört. Auch im alten Kantonsspital herrscht reger «Zwischennutzungsbetrieb». Die Räume werden vom Hochbauamt des Kantons Zug betreut. Das ehemalige Personalrestaurant und die Wäscherei im Seeflügel wurden der Stadt Zug vermietet. Die Räumlichkeiten werden vom türkischen, respektive vom serbischen Verein als Vereinslokale genutzt. Der türkische Verein bietet übrigens jeweils an den Sonntagen einen Brunch an. Im Nordtrakt wurden dem «K'werk Zug, Bildschule bis 16» einige Räume zur Verfügung gestellt. Für Privatanlässe vermietet das Hochbauamt keine Räumlichkeiten.

Erfolgreiches Chamer Projekt

Dem Chamer Verein «Papierisch» wurde von der Paper Group AG ein leerstehender Parkplatz «P3» zur Verfügung gestellt. > Seite 2 Nicht nur ein «Beizli», sondern auch Flohmärkte, Open Air Kino-Vorstellungen, Sandkastenaktionen mit Strandbar und Pool und vieles mehr beleben das Gelände. Alles im kleinen Rahmen und organisiert von einem 10-köpfigen Team. Grundsätzlich läuft jeden Freitagabend auf dem Areal etwas. Gleich gegenüber steht das Lagerhaus. Eine Umnutzung des Gebäudes ist geplant. Aktuell sucht die Gemeinde Cham mit einem Projektaufruf nach Ideen für mögliche Nutzungen. Die Ausschreibung wird voraussichtlich im Sommer 2016 erfolgen.

«D'Wohnig»

Ein weiteres schönes Beispiel einer funktionierenden Zwischennutzung ist «D'Wohnig» in Zug. Die Hochparterre-Wohnung an der Albisstrasse 3 verfügt über fünf Zimmer und steht Interessierten kostenlos zur Verfügung. Egal ob Geburtstagsfete oder Pilates-Kurs «D'Wohnig» ist für die verschiedensten Events zu haben. Mehr über die kreativen vier Wände und die Köpfe, die hinter dem Projekt stehen, erfahren Sie auf Seite 3 dieser Ausgabe!

redaktion@zugerwoche.ch

Zuger Woche vom Mittwoch, 25. Mai 2016, Seite 1 (89 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE

 
 

<   Mai   >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31