E-Paper - 06. Februar 2019
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«Ich mache weiter, solange mich die Leute sehen wollen»

Von Dany Kammüller

Peach Weber ist jetzt seit 42 Jahren als Komiker unterwegs und beendet im Moment seine 15. Tournee mit dem Programm «iPeach». Der Auftritt in Cham (Zusatzvorstellung) vom 22. Februar im Lorzensaal wird der letzte sein in der Region.

Interview Am 22. Februar tritt Peach Weber, um 20 Uhr, noch einmal im Chamer Lorzensaal auf. Am Ende dieses Interviews verlosen wir 3x2 Tickets. Wenn Sie zwei Tickets gewinnen möchten, sollten Sie dieses Interview lesen.

Peach, deine aktuelle «Tour de Suisse» geht ihrem Ende entgegen wie war die Tour?

Es ist nicht selbstverständlich, dass ich nach 42 Jahren immer noch in vollen Sälen auftreten kann und deshalb freut es mich heute umso mehr. Das macht Freude und spornt mich an, obwohl ich ja eigentlich schon pensioniert bin.

Du könntest dich doch wahrscheinlich schon längst zur Ruhe setzen und das Leben geniessen, warum tust du dir diesen Bühnenstress noch an?

Natürlich könnte ich aufhören, aber das würde meine Lebensqualität nicht erhöhen, denn am wohlsten ist es mir, wenn ich immer wieder ein paar Auftritte machen kann, einfach nicht zu viele, Stress kann ich nicht brauchen. Aber ich mache nicht gerne Kreuzfahrten, spiele nicht gern Golf, fahre nicht gern mit dem Cabrio in der Gegend herum. All das, was viele Pensionierte machen, um die Zeit totzuschlagen, macht mir keine Freude. Deshalb mache ich weiter, solange die Leute mich sehen wollen.

Aber nach der langen Zeit, verleidet es einem nicht, hundert oder zweihundertmal das gleiche Programm zu bringen?

Natürlich ist das Programm immer etwa gleich, aber das Publikum ist jeden Abend anders und ich muss sie heute zum Lachen bringen. Das ist spannend. Wenn niemand lachen würde, könnte ich nicht sagen: Ja, aber gestern fanden es alle lustig! Oder ein Diplom zeigen, das mich als eidg. dipl. Komiker ausweist. Die Leute haben Eintritt bezahlt und wollen zwei Stunden lachen, das ist ihr gutes Recht.

Deine Tochter ist 23, findet sie den Herrn Papa lustig?

Privat haben wir es immer lustig zusammen. Ich bin auch froh, dass sie meine Bühnenprogramme ziemlich lustig findet, aber es war für mich sehr angenehm, dass sie, als sie noch klein war, nicht meine CD’s hören wollte, sondern den Kasperli oder «Die drei ???». Hätte ich stundenlang meine CD’s mithören müssen, wäre ich durchgedreht.

Du hast schon vor geraumer Zeit am 15. Oktober 2027 deine Abschiedsvorstellung im Hallenstadion angesagt, wie läuft es?

Der Abend ist mit 10’000 Leuten total ausverkauft, deshalb habe ich noch eine Nachmittagsvorstellung eröffnet, da sind auch schon etwa 4000 Tickets weg.

Ist das dann ein Teil deiner Altersversorgung?

Nein, ich verdiene daran wirklich keinen roten Rappen, denn der gesamte Erlös wird für einen guten Zweck gespendet. Ich freue mich jetzt schon auf den Moment, wenn ich dann auf der Bühne einer Institution einen fetten Check übergeben kann.

Was machst du dann nach dieser Vorstellung vom 15. Oktober 2017? Legst du dir doch noch einen Golfschläger oder ein Cabrio zu?

Nein, sicher nicht, vielleicht habe ich bis dahin ein Toupet und dann ist ein Cabrio gefährlich. Ich mache mir über die Zukunft keine Gedanken, es kam mir bis jetzt immer wieder etwas in den Sinn, darauf vertraue ich.

Du machst in Cham nochmals eine Vorstellung, ist es die Letzte mit deinem aktuellen Programm?

Es ist fast die Letzte. Ich habe bei dieser Tour die ganze Deutschschweiz abgegrast und werde im 2019 ein ruhigeres Jahr einschalten. Ein paar Galaauftritte, ein paar Lesungen mit meinem Kinderbuch «Zwerg Stolperli» und irgendwann ein neues Programm schreiben.

Peach Weber, vielen Dank für dieses Interview.

Zuger Woche vom Mittwoch, 6. Februar 2019, Seite 11 (9 Views)

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