E-Paper - 06. Februar 2019
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Aktuelle Tipps für die Abzüge

In der Steuererklärung sind die Abzüge der attraktivste Teil. Es gibt interessante Möglichkeiten, die man ausschöpfen sollte. Der Fiskus setzt aber auch Grenzen, die man kennen muss.

Ratgeber Wer bei den Abzügen die Pauschalbeträge gemäss Wegleitung einsetzt, hat es bequem. Liegen die Kosten höher, wird es anspruchsvoller. Ohne Auflistung und Belege geht nichts. Dabei sollte man die Regeln kennen, die bei Abzügen gelten.

Im Fokus: Berufskosten

Grundsätzlich sind alle Aufwendungen, die im direkten Zusammenhang mit der Berufsausübung stehen und zur Erzielung des Erwerbseinkommens im Bemessungsjahr notwendig sind, abzugsberechtigt. Dies betrifft zum Beispiel die notwendigen Fahrkosten mit dem Auto zwischen Wohn- und Arbeitsort. Aber nur, sofern der steuerpflichtigen Person nicht zugemutet werden kann, den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsort zu Fuss zurückzulegen. Zu berücksichtigen ist, dass für die direkte Bundessteuer seit 2016 höchstens ein Maximalbetrag von 3‘000 Franken geltend gemacht werden kann. Auf Kantons- und Gemeindeebene kennt Zug im Gegensatz zu vielen anderen Kantonen keine Begrenzung.

Kosten für Privatarbeitszimmer

Mit der Flexibilisierung der Arbeitswelt gewinnt das Thema «Home Office» an Aktualität. Kann man nun Kosten für ein privates Arbeitszimmer abziehen, wenn man teilweise zu Hause arbeitet? In der Regel Nein. Voraussetzung für einen zusätzlichen Abzug ist, dass der Steuerpflichtige auf die berufliche Benützung eines Arbeitszimmers in seiner Privatwohnung angewiesen ist. Im Zweifel ist eine Bestätigung des Arbeitgebers beizubringen.

Arbeitskleidung

Auch bei der Arbeitskleidung gibt es oft Unklarheiten. Abzugsberechtigt sind nur diejenigen Arbeitskleider, die ausschliesslich Berufs- und Arbeitszwecken dienen. Wer aufgrund seiner beruflichen Stellung Anzüge oder Designermode trägt, kann dies nicht geltend machen. Gut sieht es hingegen für all diejenigen aus, die sich beruflich weiterbilden. Hier gibt es grosszügige Abzugsmöglichkeiten. Es lohnt sich, die Wegleitung genau zu studieren.

Nicole von Reding, Vorstandsmitglied des Schweizerischen Treuhänderverbands TREUHAND|SUISSE Sektion Zürich

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter der Webseite www.treuhandsuisse-zh.ch.

Zuger Woche vom Mittwoch, 6. Februar 2019, Seite 12 (9 Views)

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