E-Paper - 06. Februar 2019
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Revision des Zuger Denkmalschutzgesetzes mit Weitsicht

Der Schutz von Denkmälern ist wichtig. Denkmäler sind Ausdruck unsere Identität, Kultur, Heimat und Geschichte. Ich bin für einen wirkungsvollen Denkmalschutz, aber für einen Denkmalschutz mit Mass. Mit klarem Mehr von 51 Ja zu 21 Neinstimmen beschloss der Kantonsrat die Revision des Denkmalschutzgesetztes. Geschlossen stimmten die bürgerlichen Parteien für eine moderate Verschärfung. Richtigerweise werden nun die Kriterien als Voraussetzung für eine Unterschutzstellung herauf gesetzt. Neu können Objekte, die jünger als 70 Jahre alt sind, nicht gegen den Willen der Eigentümerschaft unter Schutz gestellt werden, sofern sie nicht von nationaler oder regionaler Bedeutung sind. Im Kanton Zug bleiben trotzdem historisch wirklich wertvolle Stadthäuser, Sakralbauten, Bauernhäuser, Brücken usw. als schützenswert deklariert. Es ist kein radikaler Abbau, sondern eine lange ersehnte Korrektur. Ich denke wir haben das Ziel erreicht, dass nicht mit jeder Inventarisierung viele neue Objekte dazu kommen. Die Logik ist: Fokussierung auf das Wesentliche, also wirklich schützenswerte Objekte gut schützen und erhalten. So stehen für weniger zu schützende Objekte jeweils mehr staatliche Gelder zur Verfügung. Eine weitere Verbesserung konnte die FDP in die vorberatende Kommission und die zweite Lesung einbringen und eine Mehrheit finden. Neu werden im Innenausbau von geschützten Gebäuden eine alters- und behindertengerechte Nutzung und ein zeitgemässer Wohnstandard ermöglicht, sofern nicht schwerwiegende denkmalpflegerische Interessen dagegen sprechen. Das neue Gesetz ist eine gelungene Sache!

Peter Letter, Oberägeri,

Zuger Woche vom Mittwoch, 6. Februar 2019, Seite 17 (11 Views)

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