E-Paper - 20. Februar 2019
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«Gebt den Fasnachtsvirus weiter!»

Von Christian Iten

Name: Erich Andermatt

Beruf: Devisenhändler

Wohnort: Baar

Interview Der Räbevater 2019 heisst Erich II. Andermatt. Mit einem dreifachen «Räbedibum!» wurde er an der Inthronisation vom Samstag, 9. Februar, zum Fasnachtsoberhaupt von Baar gekürt. In unserem Interview erfahren Sie unter anderem, was die Baarer Räbefasnacht für ihn bedeutet und auf was er sich in seiner Amtszeit am meisten freut.

Erich Andermatt, was macht das Amt als Baarer Räbevater für Sie so besonders?

Jedes Jahr steht die Räbenmetropole Baar ein paar Tage Kopf und feiert mit der Räbefasnacht ein tolles Fest, das Brauchtum und Ausgelassenheit optimal verbindet. Der Räbevater führt als Vertreter des Räbechüng durch diese schöne Zeit. Die Berufung zu diesem Ehrenamt macht mich stolz aber auch ein wenig ehrfürchtig. Für mich geht ein Traum in Erfüllung!

Welche Bedeutung erhält das diesjährige Motto «Eusi Devise Räbedibum, vorwärts, marsch!»?

«Eusi Devise Räbedibum, vorwärts, marsch!» ist eine Aufforderung an alle zum Loslassen, zum Mitmachen, zum Fasnachten. Ein paar Tage Ausbrechen aus der Alltagsstruktur. Sich selber sein, neue Leute kennenlernen, zusammen Freude haben, die Nacht zum Tag machen … Die Fasnacht findet immer da und so statt, wo und wie Leute sich in irgendeiner Form für sie engagieren. Seid also aktiv und macht mit! Lebt die Fasnacht in einer guten Art und Weise und gebt den Fasnachtsvirus weiter! Räbedibum, vorwärts, marsch!

Wie hat das Umfeld darauf reagiert, als es erfahren hat, dass Sie zum neuen Räbevater gewählt wurden?

«Mit dir haben wir überhaupt nicht gerechnet, aber die Wahl war eigentlich logisch und lag auf der Hand …»

Warum sind Sie der Richtige für das Amt als Räbevater?

Meine Familie und ich sind in Baar aufgewachsen und hier sehr verwurzelt. Zudem sind wir alle aktive Guggenmusikanten und Fasnächtler durch und durch. Die Fasnacht ist für uns die wichtigste Nebensache der Welt!

Auf welche Fasnachtsveranstaltung freuen Sie sich am meisten?

Ich freue mich auf viele schöne Begegnungen während der ganzen Fasnachtszeit, sei es bei Wagenbau-Besuchen, bei Besuchen von Alterszentren, Schulen und Heimen oder einfach unterwegs im Dorf... Höhepunkte werden wohl der grosse Umzug am Sonntag und der Kinderumzug am Montag mit vielen aktiven Schülern sein.

Weshalb ist die Baarer Fasnacht das Grösste?

Mit ihrem zeitlosen Konzept vermag die Räbefasnacht schon seit über siebzig Jahren die Bevölkerung in ihren Bann zu ziehen und wird dies sicher auch während den nächsten Generationen tun.

Was bietet die Baarer Fasnacht denn den Fasnächtlern?

Die Baarer Fasnacht bietet alles, was grosse und kleine Fasnachtsherzen suchen: Konfettischlachten, Umzüge, Bälle für Gross und Klein, Fasibeizen, Schnitzelbänke, schränzende Guggenmusigen, Fasi-Gottesdienst, Beizenfasnacht, Räbegäuggel, Räbeväter und -mütter, Erdmanndlis, Möschteler, Räbechüngverbrennung, und, und … …Und auch die Frösche von Inwil sind hier präsent.

Was gefällt Ihnen am Kanton Zug?

Er ist klein, aber fein.

Und zum Schluss, sagen Sie, was Sie wollen:

Geniesst die kommenden Fasnachtstage und rettet von der positiven Energie so viel wie möglich hinüber in den Alltag danach … Räbedibum, vorwärts, marsch!

Zuger Woche vom Mittwoch, 20. Februar 2019, Seite 28 (16 Views)

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