E-Paper - 27. Februar 2019
Zuger Woche
E-Paper - Auswahl
E-Paper - Ansicht
 
 

Burnout als Berufskrankheit

Gemäss dem repräsentativen Job-Stress-Index 2018 von Gesundheitsförderung Schweiz sind mehr Personen negativ von beruflichem Stress betroffen als in den Vorjahren.

Schweiz/Zug Ein schlechtes Verhältnis von Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz kann die Gesundheit gefährden. Dieser Gefahr sind gemäss dem repräsentativen Job-Stress-Index 2018 27.1 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz ausgesetzt. Damit hat sich der Anteil gestresster Personen gegenüber 2016 und 2015 erhöht. «Der Job-Stress-Index zeigt auch wenn private Faktoren eine Rolle spielen dass die Arbeitsbedingungen zu den wichtigsten Einflussfaktoren in Bezug auf Stress gehören», sagt Prof. Dr. Thomas Mattig, Direktor von Gesundheitsförderung Schweiz. «Dass mit dem Vorstoss von Nationalrat Reynard eine politische Diskussion angestossen wurde, begrüssen wir sehr. Auch wenn dem Vorstoss nicht Folge geleistet wurde, so betonte die Kommission doch die Wichtigkeit der Programme der Privatwirtschaft zur Prävention von Burnout», fährt Thomas Mattig fort.

Wirksame Massnahmen

Die Analysen zum Wirkungsmodell betriebliches Gesundheitsmanagement von Gesundheitsförderung Schweiz zeigen, dass es sich lohnt, in Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu investieren. Sie belegen, dass sich ein günstiges Verhältnis zwischen Belastungen und Ressourcen in den Folgejahren positiv auf die Gesundheit und Motivation der Mitarbeitenden auswirken. Für Unternehmen bedeutet dies auch, dass Produktivitätsverluste vermieden werden können. Gesundheitsförderung Schweiz bietet im Rahmen seines Programmes Friendly Work Space verschiedene Werkzeuge an, um die Unternehmen beim systematischen betrieblichen Gesundheitsmanagement zu unterstützen.

Die Resultate des Job-Stress-Index 2018 im Überblick

Der Job-Stress-Index ist repräsentativ für die Schweizer Erwerbsbevölkerung. Im Frühjahr 2018 wurden 2946 Erwerbstätige zwischen 16 und 65 Jahren befragt. Demnach hat jede vierte befragte Person Stress, das heisst, mehr Belastung als Ressourcen am Arbeitsplatz. Der Anteil erschöpfter Menschen tendiert gegen 30 Prozent. Stress kostet die Arbeitgebenden rund 6.5 Milliarden Franken pro Jahr. Weitere Informationen zum Thema siehe unter:

www.gesundheitsfoerderung.ch

PD/DK

Zuger Woche vom Mittwoch, 27. Februar 2019, Seite 3 (13 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE

 
 

<   Februar   >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28