E-Paper - 27. Februar 2019
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«Am besten hört man auf seinen Körper»

Von Dany Kammüller

Wie verhält man sich an der Fasnacht am besten, um fit zu bleiben? Gelten die alten Hausmittelchen noch und wie sieht es mit der körperlichen Fitness der Zuger Fasnächtler aus? Mehr darüber im folgenden Interview.

Interview Die Fasnacht steht vor der Türe und mit ihr viel Stimmung, Festlaune, fettiges Essen und Alkoholkonsum. Wie hält man sich und seinen Körper über diese Tage fit? Gibt es spezielle Tipps und Tricks, auf die man achten sollte? Wir sprachen mit Sandro Villiger, Clubmanager vom ONE Training Center in Baar.

Sandro Villiger, vor zwei Monaten war Weihnachten/Silvester und jetzt steht mit der 5. Jahreszeit bereits wieder ein Jahreshighlight mit viel Schlemmerei und Alkoholkonsum vor der Türe. Was kann man Ihrer Meinung nach tun, um seinen Körper über diese Tage hinweg fit zu halten?

Am besten macht man es so wie im Training: Um Erfolge zu erzielen, sollten das Training und die Erholung gut aufeinander abgestimmt sein. Daher sage ich: Die Feste feiern wie sie fallen und geniessen, ohne den Rhythmus zum gesunden Lebensstil mit Fitnesstraining zu verlieren.

Viele Leute schleppen sich nach einer durchzechten Nacht ins Fitnesstraining oder in die Sauna, ist das wirklich sinnvoll oder unter Umständen eben gar schädlich für den Körper?

Am besten hört man auf seinen Körper. Im Grundsatz ist eine aktive Erholung mit moderater Bewegung und aktiviertem Stoffwechsel nach einem solchen Szenario gewinnbringender als nur schlafen. Das Problem bei dieser Sache liegt nicht am Training danach, sondern am Ereignis zuvor.

Was empfehlen Sie Mitgliedern von «Guggenmusiken», die oft Stunden draussen in der Kälte sind. Wäre da ein Warm-up vor den einzelnen Auftritten sinnvoll?

Obwohl dies in der Theorie wahrscheinlich richtig wäre, würde dies in der Praxis bei den Musikanten wohl eher nicht so gut ankommen.

Wie oft und wie lang sollte man Ihrer Meinung nach pro Woche trainieren, um seinen Körper, nicht nur während der Fasnacht, sondern auf lange Zeit fit zu halten?

Zuerst stellt sich die Frage was unter «fit halten» zu verstehen ist. Je nach Level und Ziel des Trainierenden liegen die Vorstellungen darüber weit auseinander. Während der eine froh ist, wenn er es zu Hause mit der Treppe in den 3. Stock schafft, ist der andere froh, wenn er seinen Marathon fünf Minuten früher beenden kann. Als pauschale Antwort sei Folgendes gesagt: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass kurze, zielgerichtete und intensive Trainingseinheiten in der Regel gewinnbringender sind als lange unspezifische. Also liegt in der Kürze die Würze.

Gibt es spezielle Trainings für die verschiedenen Altersklassen?

Die Trainings werden bei ONE Training Center individuell auf die Person abgestimmt, die persönliche Beratung und Betreuung ist bei uns das A und O. Mit regelmässigen Trainingskontrollen unterstützen wir unsere Mitglieder dabei, ihre persönlichen Trainingsziele zu erreichen, um weiterhin motiviert zu bleiben. Wir bieten jedoch spezifische Kurse an, die den verschiedenen Altersklassen gerecht werden. So beispielsweise den Kurs «Evergreen» für Senioren, in dem die Stärkung von Beweglichkeit und Tiefenmuskulatur im Vordergrund stehen. Oder den Kurs «Fit Kiddies», wo die Kleinsten Spiel und Spass geniessen.

Ab welchem Alter ist es sinnvoll, mit Krafttraining zu beginnen?

Ein Kind macht bereits nach einigen Monaten hochintensives Krafttraining mit dem eigenen Körper, sobald es laufen lernt. Da im Wachstum insbesondere die koordinative Fähigkeit trainiert werden sollte, sind polysportive Aktivitäten besonders zu empfehlen. Bei ONE kann das Training mit 15 Jahren gestartet werden.

Sollte man Ausdauertraining und Krafttraining immer kombinieren?

Auch dies ist vom Ziel des Trainierenden abhängig. Wenn es die Zeit erlaubt, sollte man Ausdauertraining und Krafttraining pro Muskelgruppe getrennt voneinander an verschiedenen Tagen ausüben dies ist für den Trainingserfolg optimaler. In der Realität ist es aber häufig der Fall, dass Kraft und Ausdauer aus zeitlichen Gründen innerhalb der gleichen Trainingseinheit absolviert werden, was auch okay ist.

Ihr persönlicher Fitnesstipp lautet?

Kurze und knackige Trainingseinheiten absolvieren! Ein grosses Ziel definieren und Zwischenziele setzen, denn ein Erfolgserlebnis zwischendurch ist wichtig für die Motivation.

Und zum Schluss: Gibt es seitens des Fachmanns ein geeignetes Rezept für ein fasnächtliches Katerfrühstück, das auch wirklich hilft?

Ein «Konter-Bier» (lacht)! Ich denke es gibt kein allgemeingültiges Rezept. Mich bringt eine Bouillon oder ein Sportgetränk wie Gatorade wieder in Schwung.

Weiterführende Informationen zu diesem und weiteren Themen finden Sie im Internet unter:

www.one-training.ch

Zuger Woche vom Mittwoch, 27. Februar 2019, Seite 30 (12 Views)

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