E-Paper - 27. Februar 2019
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«Am Schmudo und Fasifreitag ist Steinhausen der Hammer»

Von Christian Iten

Name: Nicole Sari-Hunziker

Beruf: Direktionsassistentin

Wohnort: Steinhausen

Interview Nicole Sari-Hunziker ist die neu gewählte Steinhauser Steimuetter. Mit der feierlichen Inthronisation, am 2. Februar, im Gemeindesaal Steinhausen wurde sie offiziell gekürt. Was es mit dem «Steigrind» auf sich hat und warum sie sich auf das fasnächtliche Amt als Steimuetter freut, erfahren Sie in den folgenden Zeilen.

Nicole Sari-Hunziker, wie haben Sie ihre offizielle Inthronisation als Steimuetter erlebt?

Atemberaubend, sehr überraschungsgeladen, extrem kurzweilig, bunt gemischt, kakophonisch genial untermalt, wahnsinnig gesellig, schlicht genial!

Was ist genau der «Steigrind» und welche Bedeutung hat er an der Fasnacht Steinhausen?

Die Strassenfasnacht wurde in den 70er Jahren von der Schule wieder zum Leben erweckt. In den Klassen wurden aus Pappmaché Aufsetzköpfe gebastelt, die sie am Fasnachtsdienstag beim Umzug vorführten. So wurde der Steigrind ins Leben gerufen. Anfangs der 80er Jahre wurde dann die Fasnachtsgesellschaft gegründet, die fortan die Organisation der Strassenfasnacht und den Bau des Steigrindes übernahm. Früher wurde dieser in einem Wagen mitgeführt. Seit der Umzug auf Freitag vorverlegt wurde bleibt der Steigrind auf dem Kreisel.

Auf was freuen Sie sich am meisten, wenn die Steinhauser Fasnacht beginnt?

Schwierig, hier etwas speziell heraus zu picken. Ich freue mich einfach auf alles, den Startschuss gibt es wortwörtlich mit dem Böller am Freitagnachmittag zum Umzugsbeginn. Den Gang durch die heimischen Strassen mit den vielen bekannten Gesichtern werde ich sehr intensiv geniessen.

Weshalb sollte man die Steinhauser Fasnacht besuchen?

Die Auswahl ist ja riesig in diesen kurzen sechs Tagen, überall wird ein so vielseitiges Programm geboten. Aber an den zwei intensiven Tagen Schmudo und Fasifreitag ist Steinhausen einfach der Hammer. Von den Schnitzelbänken über den grossen Umzug, die gewaltige Guggernacht im Dorfzentrum, allen mitwirkenden Restaurants über diverse Bars und Wagen wird hier alles mit viel Herzblut organisiert. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Wie lautet das Motto der diesjährigen Fasnacht in Steinhausen und wie wird es gefeiert?

Unser Motto lautet «Wild Wild Steampunk», eine Mischung aus meiner Leidenschaft für Country und das Line Dance sowie dem viktorianischen Metall-Charme der Steampunk Szene. Wir haben aus unserem Umzugswagen ein dampfendes Steam-Mobil mit Countryflair gemacht. In unseren Kostümen sehen wir aus wie Saloon-Besucher, die mit der Zeitmaschine einen Abstecher ins 20. Jahrhundert unternommen und dabei ein paar Souvenirs mitgenommen haben. Wir stehen selten still, sondern tanzen, wenn immer möglich, auf einer Linie. Aber hauptsächlich geniessen wir wie alle anderen Fasnächtler die schönste Jahreszeit.

Was gefällt Ihnen am Kanton Zug?

Hier kann man anonym bleiben, findet aber auch überall Gesellschaft. Wir leben in einem kleinen kompakten Kanton mit grossen Nachbarn, fast alles ist erhältlich. Und wenn doch was fehlt, klopft man an der nächsten Tür. Ich bin hier im Kanton Zug vor vielen Jahren heimisch geworden und möchte nie mehr weg. Das Gesamtpaket stimmt einfach.

Und zum Schluss, sagen Sie, was Sie wollen.

Unseren Leitspruch «STEIHÄRT STEIGRIND STEIHUUSE» dürfen ALLE gerne lauthals mit rufen.

Zuger Woche vom Mittwoch, 27. Februar 2019, Seite 40 (16 Views)

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