E-Paper - 13. März 2019
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Osterbräuche und deren Ursprung

Wenn der Hase hoppelt und seine farbigen Eier verteilt weiss jeder, dass es Ostern ist. Doch welche Bräuche gibt es eigentlich zur Osterzeit und woher kommen sie?

Brauchtum Ostern gilt im Kirchenjahr als das bedeutendste Fest, auch wenn heute dem Advents- und Weihnachtszeit mehr Beachtung geschenkt wird. Der Name kommt wahrscheinlich von «Ostara», der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin. Ihr ist der Hase als heiliges Tier zugeordnet. Eine andere Deutung ist die Ableitung von der Himmelsrichtung «Osten», wo die Sonne aufgeht, als Symbol für die Auferstehung Christi. 

Eier ausblasen

Mit einer Stopfnadel wird am oberen und unteren Ende des Eis ein Loch in die Schale gestochen, wobei das Loch am stumpfen Ende mit der Nadel etwas ausgeweitet wird. Nun pustet man den Inhalt des Eis mithilfe eines Strohhalms oder eines speziellen Blasebalgs in eine Schüssel.  Nach dem sorgfältigen Reinigen mit warmem Wasser und etwas Spülmittel können die Eierschalen beliebig verziert werden. Aus dem Eiinhalt gib's frische Omeletten.

Eier färben

Woher der Brauch stammt, zu Ostern Eier zu färben, ist umstritten, zumal die Tradition nicht nur in der christlich geprägten Kultur verbreitet ist. Eine Erklärung ist, dass die Bauern am Gründonnerstag ihrem Gutsherrn einen Teil des Pachtzinses  in Form von Eiern zu bezahlen hatten, eine andere, dass in der Fastenzeit früher auch Eierspeisen verboten waren, weshalb während dieser Zeit reichlich frische Eier anfielen, die zum Konservieren gekocht wurden. Zum Ende der Fastenzeit wurden die Eier in der Kirche gesegnet. Um gesegnete von ungesegneten Eiern zu unterscheiden, wurden die gesegneten Eier gefärbt.

Eier suchen

Welches Kind liebt es nicht, am Ostermorgen bunte Eier und andere Überraschungen zu suchen? Den Kindern eine Freude zu bereiten scheint der einzige Grund für diese Tradition zu sein, doch mehr braucht es auch nicht, um Eltern dazu zu bringen, im Morgengrauen aufzustehen und perfekte Verstecke ausfindig zu machen. 

Eiertütschen

Zuerst die spitzen Enden, dann die stumpfen und schliesslich die noch unbeschädigten. Oder ist es etwa umgekehrt? Jede Familie hat ihre eigenen Regeln, gepflegt wird dieser Brauch aber fast überall, in Bern sogar öffentlich am Ostersonntag auf dem Kornhausplatz.

Osterbaum

Ein mit ausgeblasenen Eiern, bunten Bändern und anderen österlichen Dekorationen verzierter Baum bringt Farbe in den zu dieser Jahreszeit oft noch kahlen Garten. Den Osterbaum kann man sich aber auch ins Haus holen, indem man Zweige von Weiden, Forsythien oder Korkenzieher-Hasel in einen mit Wasser gefüllten Krug stellt und schmückt. 

Osterhase

Vermutlich ist der Hase dank seiner Fruchtbarkeit zu einem festen Bestandteil des Osterfestes geworden. Eine andere Erklärung ist, dass die sonst menschenscheuen Hasen im Frühjahr in die Gärten kamen, weil sie ausgehungert waren. Daher sei es nahe gelegen, sie als «Eierlieferanten» zu bezeichnen. Schriftlich belegt ist der vor allem in protestantischen Gebieten verbreitete Volksglaube an den Osterhasen zum ersten Mal im 17. Jahrhundert, populär wurde er im 19. Jahrhundert. 

Osternest

Damit der Osterhase auch weiss, wohin er die Eier legen soll, wird in vielen Familien mit den Kindern ein Osternest gebastelt, mit Ostergras ausgelegt und hübsch verziert. Am Abend vor Ostern legen die Kinder die hübschen Nestchen bereit, damit der Hase sie mit seinen Ostereiern füllen kann. PD/CI

(Quelle: swissmom.ch)

Zuger Woche vom Mittwoch, 13. März 2019, Seite 21 (9 Views)

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