E-Paper - 13. März 2019
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Krankennkassenprämien ein Stopp ist fällig

Von Andres Lustenberger

Vergangene Woche hat der Ständerat einer Erhöhung der Franchisen zugestimmt, sie sollen in Zukunft automatisch steigen. Wir alle müssen bald mehr selber bezahlen. Ausgenommen sind Kinder, für alle anderen wird es teurer.

ALG Die Begründung der Mehrheit im Ständerat, man wolle damit die Eigenverantwortung der Leute stärken, ist ein Hohn für den Mittelstand und Personen mit einem tiefen Einkommen. Insbesondere Familien kämpfen mit der Belastung durch Krankenkassenprämien.

Armutsrisiko Familie

Der Gipfel der Pietätlosigkeit ist die aktuelle Kampagne «Nicht wegen jedem Bobo zum Arzt rennen». Bereits heute gehen immer mehr Personen nicht zum Arzt, weil sie sich vor den allfälligen Kosten fürchten.

Auf der anderen Seite gibt es immer mehr private Krankenkassenmodelle, mit denen wohlhabende Personen eine bevorzugte Behandlung erhalten - und das bei jedem Bobo. Dabei ist in der Bundesverfassung in Artikel 41 klar festgehalten, dass jede in der Schweiz lebende Person für ihre Gesundheit die notwendige Pflege erhält. Im gleichen Artikel steht, dass Familie geschützt und gefördert werden sollen. Steigende Krankenkassenprämien bewirken das Gegenteil. Die Gründung einer Familie wird immer mehr zum Armutsrisiko.

Gesundheit für alle

Die gestiegenen Gesundheitskosten haben auch mit unserem gestiegenen Wohlstand zu tun. Ich denke, niemand wünscht sich in der Gesundheitsversorgung frühere Zeiten zurück.

Gleichzeitig sind aber auch die Krankenkassen und Pharmaunternehmen Kostentreiber. Dem Patienten die Schuld in die Schuhe zu schieben und von Eigenverantwortung reden, ist schlicht billig. Die Gesundheit ist unser höchstes Gut und dazu müssen wir Sorge tragen. Die aktuelle Gesundheitspolitik teilt die Menschen immer mehr in Klassen ein. Ein völlig falscher Ansatz, wir brauchen eine Politik, die das Wohl der gesamten Bevölkerung im Auge behält.

Zuger Woche vom Mittwoch, 13. März 2019, Seite 27 (9 Views)

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