E-Paper - 17. April 2019
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Kanton: Abfallplanung wurde revidiert

Der Kanton Zug hat die Abfallplanung von 2007 und die Deponieplanung von 2014 umfassend überarbeitet. Der Regierungsrat hat die aktualisierte kantonale Abfallplanung in seiner Sitzung vom 9. April 2019 verabschiedet.

Umwelt Die Abfallplanung ist ein strategisches Führungsinstrument des Kantons, um die Entsorgung sicherzustellen und die Entwicklung von der Abfallwirtschaft zu einer Stoffkreislaufwirtschaft voranzutreiben. Er prüft diese Strategie periodisch und passt sie an die neuen Entwicklungen an. Der Kanton Zug hat diese Überprüfung nun durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen.

Entsorgungswege

Fast jedes Produkt wird nach Gebrauch wieder zu Abfall. Idealerweise werden Abfälle wieder dem Produktkreislauf zugeführt. Die restlichen Abfälle müssen jedoch umweltgerecht entsorgt werden. Die Abfallplanung liefert die wesentlichen Grundlagen und Massnahmen, um die Abfallwirtschaft im Kanton Zug gezielt steuern und entwickeln zu können. Zudem sollen die Entsorgungswege klar, direkt und benutzerfreundlich sein. Die Abfallplanung nimmt zudem aktuelle Themen wie Phosphorrecycling oder Food Waste auf und integriert diese, soweit sinnvoll, in die Planung. Der Massnahmenplan benennt die notwendigen Schritte, die Verantwortlichkeiten und Prioritäten, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen.

Platz in Deponien wird knapp

Dringender Handlungsbedarf wurde bei der Überprüfung der Abfall- und Deponieplanung insbesondere bei den Bauabfällen ausgemacht. Die hohe Bautätigkeit führt zu grossen Aushubmengen und durch den Rückbau von alten Gebäuden und Infrastrukturbauten entstehen grosse Mengen > Seite 2

an mineralischen Bauabfällen. Unverschmutzter Aushub kann für die Auffüllung von Kiesgruben genutzt werden. Die aktuellen Prognosen zeigen jedoch, dass die Kiesgruben und auch die geplante Aushubdeponie Stockeri ab dem Jahr 2025 nicht mehr ausreichen werden. Daher müssen neue Deponiestandorte gesucht werden.

Recyclingbaustoffe verwenden

Die Bauunternehmen trennen die Bauabfälle soweit möglich. Viele mineralische Bauabfälle wie Beton, Mauersteine, Dachziegel und Asphalt können dabei in Bauabfallanlagen zu Recyclingbaustoffen wie Recyclingkies und Recyclingsand aufbereitet und später wieder in Bauvorhaben eingesetzt werden. Der Anteil dieser Recyclingbaustoffe am gesamten Kiesumsatz stagniert jedoch seit einigen Jahren. Der Kanton will deshalb den Absatz von Recyclingbaustoffen (in Form von Recyclingbeton und Recyclingasphalt) fördern. Recyclingbaustoffe sollen dabei nicht nur bei öffentlichen Bauten vermehrt eingesetzt werden, denn diese Potenziale sind begrenzt. Es sollen auch Möglichkeiten zur Steigerung des Recyclinganteils in privaten Bauwerken geprüft werden.

Der Gesamtbericht «Abfallplanung 2019» ist als PDF auf der Website www.zg.ch/afu unter der Rubrik Abfall / Altlasten abrufbar. PD/DK

Zuger Woche vom Mittwoch, 17. April 2019, Seite 1 (17 Views)

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