E-Paper - 24. April 2019
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zugs narr…

«Kranke Kassen»

«Yupedidudai» zusammen, na, haben Sie sich über Ostern schön vollgefressen, mit einem fetten Osterbraten, Fisch, Schokolade, Marzipan und Ei, Ei, Eiern? Rundum zufrieden und gesättigt? Genauso gesättigt wie gewisse Krankenkassen und Ärzte, die Honorare kassieren, dass es einem als kleiner Prämienzahler schlicht und ergreifend einfach nur schlecht wird?

Echt jetzt und sapperlot noch mal! Vergangene Woche sendete das Konsumentenmagazin «Kassensturz» im Schweizer Fernsehen einen Beitrag aus, der aufhorchen liess. Da wurde bekannt, dass die Zürcher Hirslanden-Kliniken für gewisse Eingriffe stellenweise das dreifache und mehr verrechnen als ein normales Kantonsspital. Das geht nun einfach entschieden zu weit. Irgendwann ist das Mass einfach voll. Punkt und aus!

Jahr für Jahr teilt man uns mit, dass die Krankenkassenprämien steigen und steigen und nochmals steigen. Und wer darf diesen ganzen Mist bezahlen? Die kleinen Bürger. Wir alle werden zum Narren gehalten, ich weiss, wovon ich rede! Die Helsana-Versicherung hat sich danach ritterlich zu Wort gemeldete und gab bekannt, dass sie diese «unethischen» Honorare nun nicht mehr bezahlen wollen. Das ist ja alles schön und Recht, aber bis anhin haben sie bezahlt, und zwar alles und es schrie kein Hahn danach. Doch hätten diese Whistleblower dem Kassensturz diese Unterlagen nicht zugespielt, hätte sich nicht das Geringste geändert. Es bliebe alles beim Alten.

Hier ging es um Millionen und Abermillionen von Franken, mit denen man unser Gesundheitswesen seit Jahr und Jahrzehnt belastet und auch noch weiterhin belasten wird. Denn wer glaubt, diese Kliniken ändern nun ihr System, der wird wohl selig.

Hätte nicht einmal mehr die dritte Macht im Staat diesen Skandal aufgedeckt, hätten die «Kranken Kassen» dieses fiese und miese Spiel wohl einfach weitergespielt. Und wenn Sie nicht entdeckt worden wären, dann beschissen sie noch heute. Sie sehen, es braucht die Presse und uns Narren heute mehr denn je, damit man solchen Gaunern das Handwerk legen kann.

Haben auch Sie sich über irgendwas geärgert? Möchten Sie sich mal Luft verschaffen? Dann schreiben Sie mir:

narr@zugerwoche.ch

Zuger Woche vom Mittwoch, 24. April 2019, Seite 16 (17 Views)

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