E-Paper - 24. April 2019
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Walpurgisnacht auch in Zug?

Gibt es auch im Kanton Zug Hexen? Geheime oder öffentliche Walpurgisnacht-Feiern oder Bräuche? Wir wissen es nicht, aber wir erhielten von einer Leserin das nebenstehende Bild, mit dem Hinweis, dass die Walpurgisnacht schon bald wieder anstehe.

Brauchtum Die Walpurgisnacht (auch Hexenbrennen) ist ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest, teilweise mit Feuerbrauch, am 30. April. Der Name leitet sich von der heiligen Walburga ab, deren Gedenktag bis ins Mittelalter am 1. Mai, der als Tag ihrer Heiligsprechung galt, gefeiert wurde. Die Walpurgisnacht war die *Vigilfeier. Als «Tanz in den Mai» hat sie wegen der Gelegenheit zu Tanz und Geselligkeit am Vorabend des Maifeiertags auch als urbanes, modernes Festereignis Eingang in private und kommerzielle Veranstaltungen gefunden. (*Vigil/Vigilfeier ist ein nächtlicher Gottesdienst als Vorbereitung auf ein Fest)

Riten und Bräuche

Viele Walpurgisriten leben in bäuerlichen Maibräuchen fort. Im Volksbrauchtum schützte man seinen Hof durch nächtliches Peitschenknallen, ausgelegte Besen und Maibüsche. Der Maibaum, meist eine Birke, ist zugleich Fruchtbarkeitssymbol und Darsteller des Weltenbaums. Zu Walpurgis werden traditionell die Maibäume aus dem Wald in den Ort geholt, um sie der Liebsten vor das Haus zu stellen. In der Dorfmitte wird um den Baum getanzt. Der Baum symbolisiert so die Fruchtbarkeit der Natur, die auf diese Weise zu den Menschen gebracht wird.

Fruchtbarkeit und Liebe

Rituelle Liebesakte auf den Feldern sollten in vorchristlicher Zeit angeblich die menschliche Fruchtbarkeit auf den Ackerboden übertragen. Eine besondere Rolle spielen hierbei die Brautstein genannten Monolithen im Wendland (zum Beispiel in Woltersdorf und Trebel), die man als versteinerte Brautpaare ansah. Es soll Sitte gewesen sein, dass in der Walpurgisnacht Mädchen mit entblössten Genitalien über diese Steine rutschten, um sich dabei ihren Liebhaber zu wünschen.

Vom Hexenfeuer bis zum Teufel

Viele der Bräuche bei Frühlingsfesten ranken sich um junge Paare, die symbolisch für die menschliche Gemeinschaft stehen. Der Gang zwischen zwei Walpurgisfeuern soll reinigen und Seuchen fernhalten (Walpurgis gilt als Schutzheilige gegen Pest, Husten und Tollwut). Die auch heute noch in weiten Teilen Deutschlands gefeierten Hexenfeuer gehen mutmasslich auf diese Tradition zurück. Mit der sehr rigoros gehandhabten Christianisierung nicht nur in Deutschland wurden diese alten Bräuche als heidnisch verdammt, die ursprüngliche, nach Ansicht einiger Forscher auf matriarchalische Gesellschaftsstrukturen zurückgehende Bedeutung ging verloren, und in ländlichem Jugendbrauchtum auf. Vielerorts glaubte man auch, dass sich in dieser Nacht Hexen und Geister treffen, um auf die Ankunft des Teufels zu warten. (Quelle: wikipedia.org)

Walpurgisnacht in Zug?

Feiern Sie zusammen mit Freunden irgendwo im Kanton Zug die Walpurgisnacht? Oder sind Sie gar eine praktizierende Hexe oder ein Hexerich? Dann teilen Sie uns das mit oder senden Sie uns ein Foto von Ihrer Feier mit einem kleinen Beschrieb. Wir freuen uns auf Ihre Erzählungen, Geschichten und Erlebnisse. PD/DK

redaktion@zugerwoche.ch

Zuger Woche vom Mittwoch, 24. April 2019, Seite 2 (36 Views)

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