E-Paper - 15. Mai 2019
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Planungs- und Baugesetz im Kanton Zug

Sie haben sicher schon einige Leserbriefe zum Planungs- und Baugesetz im Kanton Zug gelesen, über das wir am 19. Mai abstimmen. Warum ich auch noch einen schreibe? Weil mir nicht gefällt, dass die Bereitschaft zum Kompromiss offenbar länger je mehr zurückgeht, dass Partikulärinteressen über eine Lösung gestellt werden, die einer grossen Mehrheit dient. 2013 sagten die Zuger mit mehr als 70 Prozent Ja zum neuen eidgenössischen Raumplanungsgesetz. Es regelt unter anderem den massvollen Umgang mit dem Boden, die Verdichtung bisheriger Bauzonen und die Mehrwertabgabe bei Neueinzonungen. Gerade für uns im Kanton Zug ist klar, dass der Boden ein wertvolles Gut ist. Daher wurde das kantonale Planungs- und Baugesetz, welches das nationale Raumplanungsgesetz umsetzt, auch als ausgewogener Mittelweg gestaltet, der von den Gemeinden und einer klaren Mehrheit des Kantonsrats unterstützt wird. Denn die Vorlage ermöglicht einerseits eine gesunde bauliche Entwicklung und anderseits den nötigen Schutz der Landschaft. Wenn wir das PBG ablehnen, ist niemandem geholfen. Keine weiteren Einzonungen wären mehr möglich und die Rechtslage für viele Projekte und Entwicklungen wäre unklar. Für mich zeigt dieser Fall, dass «Extrempositionen» zwar zu Beginn einer Diskussion angebracht sein können, um das Feld abzustecken. Danach aber braucht es die Bereitschaft, aufeinander zu- und Kompromisse einzugehen. Verantwortung für unsere Demokratie zeigt sich in der Fähigkeit zum fairen Kompromiss. Das neue Planungs- und Baugesetz ist ein solcher fairer Kompromiss, dem ich am 19. Mai überzeugt zustimme.

Tom Magnusson, Edlibach

Zuger Woche vom Mittwoch, 15. Mai 2019, Seite 18 (10 Views)

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