E-Paper - 15. Mai 2019
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Zeitgeist

Parkplatz-Killer?

Von Dany Kammüller

Ende März berichteten wir ausführlich über die Thematik der Parkplatzaufhebung in der Zuger Innenstadt. Schon damals teilte der Zuger Stadtrat mit, dass er aufgrund

des rechtskräftigen Bebauungsplan gezwungen sei, die 23 Parkplätze auf dem unteren Postplatz und 19 weitere in einem Bereich von 300 Meter rund um das Bebauungsplangebiet formell aufzuheben. Wenn allerdings jemand Einspruch erhebt, hätte dieser eine aufschiebende Wirkung.

Doch bekannterweise braucht man für eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein wenig «Kohle». Daher stellt sich hier die berechtigte Frage: «Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt, wer hat so viel Pinkepinke, wer hat so viel Geld?» Grundsätzlich müssen nämlich jene Bürger, welche die Abstimmung im Juni 2018, zur Erhaltung der Parkplätze in der Innenstadt, gewannen, erneut in den Geldsack greifen, um so vorerst teilweise zu ihrem Recht zu gelangen. Das geht eigentlich gar nicht. Trotzdem bleibt natürlich zu hoffen, dass es Personen gibt, die diesen Weg, zum Wohle der Büezer, Passanten und Gewerbetreibende, beschreiten werden. Wenn nicht, macht der Stadtrat dicht!

Und apropos Stadtrat, es stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, warum der städtische Rat hier zu Beginn dieses Jahres dermassen vorpreschte? Wollten sich die neugewählten Politiker schon mal profilieren und zeigen, was sie so drauf haben? Das war echt kein gutes Thema, kein guter Zeitpunkt und ein äusserst schlechtes Timing. Fakt ist, dass es die Gewerbetreibenden in der Zuger Innenstadt (Altstadt) schon heute sehr schwer haben. Würden nun weitere Parkplätze verschwinden, hätten sie es noch schwerer.

Daher drängt sich am Ende auch die Frage auf, was der Stadtrat eigentlich wirklich will? Will er das Gewerbe aus der Innenstadt vertreiben? Aus dem Altstädtchen eine ruhige, leb- und seelenlose Schlafstadt machen? Ein Ort für reiche, ausländische Senioren, die hier ihren Lebensabend geniessen? Als nächster Schritt wird dann beim Regierungsgebäude eine Mautstation eingerichtet, die Seepromenade privatisiert und, die Altstadt überdacht oder was....?

redaktion@zugerwoche.ch

Zuger Woche vom Mittwoch, 15. Mai 2019, Seite 3 (14 Views)

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