E-Paper - 05. Juni 2019
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Klimaproblem auch mit Technologien angehen

Von Beat Unternährer

Da die Weltbevölkerung stetig wächst und die Mobilität nicht abnimmt, werden technologische Innovationen einen wichtigen Beitrag zur Lösung des Klimaproblems leisten.

FDP Die letzten Monate waren geprägt durch teilweise hysterisch anmutende Klimadiskussionen. Als Ökonom und Ingenieur beobachte ich das Treiben aus zwei verschiedenen Blickwinkeln. Der Ökonom in mir sieht in Analogie zu Blasenbildungen in Märkten eine mediale Übertreibung.

Bei nüchterner Betrachtung der Klimadaten kehrt sich bei mir der Ingenieur hervor. Die Emissionsstatistiken zeigen mir eine hohe Wahrscheinlichkeit eines auch durch den Menschen verursachten Klimaproblems. Ernüchterung würde sich dann breit machen, wenn wir realisieren müssten, dass wir vor lauter Aktivismus nicht die richtigen Massnahmen zur Problemlösung ergriffen haben.

Da schädliche Treibhausgase vor Landesgrenzen nicht halt machen, haben wir es hier mit einem globalen Problem zu tun, das nur durch internationale Kooperation zu lösen ist.

Kurzfristig bleibt uns keine andere Wahl, als lokal einen kleinen Beitrag zur Lösung des globalen Problems zu leisten. Hier ist die Schweiz ja nicht so schlecht unterwegs. Seit 1990 haben wir die CO2 Emissionen trotz Wirtschaftswachstum im Inland um etwas mehr als 12% senken können. Die Bilanz sähe jedoch schlechter aus, wenn wir die Importe berücksichtigen würden. Zur Verbesserung tragen unter anderem die Innovation in der Gebäudetechnik (Isolationen, Heizsysteme), effiziente Automobile und der gute Energiemix bei. Dies sind alles industrielle Innovationsleistungen. Die vorhandenen Technologien müssen jedoch noch vermehrt genutzt werden.

Da die Weltbevölkerung stetig wächst und die Mobilität nicht abnimmt, werden technologische Innovationen einen wichtigen Beitrag zur Lösung des Klimaproblems leisten. Gute Innovationen entstehen vor allem bei unternehmensfreundlichen Rahmenbedingungen, da nur profitable Unternehmen ausreichende Mittel in Forschung und Entwicklung investieren können. Gute Produkte können auch exportiert werden. Das wäre dann ein globaler Beitrag zur Problemlösung.

Zuger Woche vom Mittwoch, 5. Juni 2019, Seite 6 (50 Views)

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