E-Paper - 12. Juni 2019
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Konzernverantwortungs-Initiative

Am Samstag vor einer Woche führten Mitglieder des Lokalkomitees Unterägeri für die Konzernverantwortungsinitiative eine erste Standaktion vor der Post durch und sprachen mit der Bevölkerung über die Thematik.

Unterägeri Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung stimme sie sehr positiv, sagt Pia Maria Schulze vom Lokalkomitee: «Für viele ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Konzerne dafür geradestehen sollen, wenn sie das Trinkwasser vergiften oder Menschen mit Gewalt von ihrem Land vertreiben.»

Fall von Baarer Firma

Ein aktueller Fall gibt der Initiative zusätzlich Aufwind: Interholco, ein Konzern aus Baar (ZG), steht in der Kritik, nachdem bekannt wurde, dass er im Kongo intakten Regenwald abholzt und so den vom Aussterben bedrohten Flachlandgorilla gefährdet. Über 200 Unterschriften wurden gesammelt. Das Lokalkomitee, das im Mai gegründet wurde, will sich in den kommenden Monaten weiter engagieren und das Gespräch mit der Bevölkerung suchen. «Wir finden es wichtig, dass wir uns auch in Unterägeri mit der Konzernverantwortungsinitiative befassen. Heute können skrupellose Konzerne wie Glencore das Trinkwasser vergiften, Menschen vertreiben und ganze Landstriche zerstören. Die Konzernverantwortungsinitiative schafft endlich klare Regeln, um diesem Verhalten einen Riegel vorzuschieben.» PD/DK

Zuger Woche vom Mittwoch, 12. Juni 2019, Seite 10 (14 Views)

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