E-Paper - 10. Juli 2019
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Autofahren in den Ferien: Aufgepasst mit Medikamentenkonsum

Autofahren und Medikamente die Kombination verträgt sich nicht immer gut. So können etwa Konzentrationsstörungen, Müdigkeit oder Einschränkung der Sehkraft auftreten, sogar mit einem rezeptfreien Schlafmittel, einer Kopfwehtablette oder einem Allergiespray. Zur Sicherheit klärt man Risiken vor Ferienantritt in der Apotheke ab.

Gesundheit Im Urlaub ist das Autofahren ein häufig unterschätztes Problem in Zusammenhang mit den Auswirkungen von Medikamenten. Kaffee, Hitzewellen, lange und stressige Autofahrten und hochprozentige Drinks können in Kombination mit Medikamenten die Fahrtüchtigkeit fatal beeinträchtigen. Auch zwischen verschiedenen Medikamenten können unerwünschte Wechselwirkungen auftreten. Empfohlen wird deshalb, sich vor Reiseantritt in der Apotheke zur sicheren Einnahme von Medikamenten umfassend beraten zu lassen. Vielleicht gibt es andere Wirkstoffe, die das Fahren nicht beeinträchtigen.

Unfallgefahr durch Koffein

Fahrzeuglenker benötigen eine höhere Konzentrationsfähigkeit. Dabei und auch bei langen Fahrstrecken ist zu beachten: Viele Medikamente können müde machen, die Reaktion verlangsamen oder die Sehkraft einschränken. Gerade Allergiker, die auf Medikamente mit Antihistaminika angewiesen sind, sollten sich vorher beraten lassen. Im Zusammenhang mit Kaffee ist ebenfalls äusserste Vorsicht geboten. Denn Koffein kann zwar die zeitweilige und subjektiv empfundene Leistung steigern, birgt jedoch die Gefahr einer Fehleinschätzung des eigenen Allgemeinzustands: Der Fahrstil wird risikofreudiger und gefährliche Situationen werden oft unterschätzt. Bei nachlassender Wirkung ist ein plötzlicher Leistungsabfall möglich. Selbstverständlich sind Alkohol und Drogen im Zusammenhang mit Autofahren nicht empfehlenswert.

Nur fit ans Steuer

Aufpassen lohnt sich auch bei Medikamenten gegen psychischen Leiden: Direkt nach der Einnahme eines Beruhigungsmittels ist grundsätzlich vom Lenken eines Fahrzeugs abzuraten. Bei Schlafmitteln besteht auch am darauffolgenden Tag die Gefahr eines «Hangovers», abhängig von der Zusammensetzung der Substanz, aber auch von der individuellen Empfindlichkeit und der Qualität des Schlafs. Eine ausreichende Schlafzeit gilt also als Voraussetzung für eine sichere Fahrtüchtigkeit. Und selbst für die Einnahme von zahlreichen Schnupfen-, Grippe- oder Erkältungsmittel zum Abschwellen der Schleimhäute lässt man sich besser in der Apotheke beraten.

Expertentipps ohne Voranmeldung

Die Apotheke ist auch eine praktische Anlaufstelle, um sich vor dem Urlaub zu informieren, ob der Blutdrucksenker oder der Diabetes-Insulinpen den hohen Temperaturen gewachsen sind. Eine gute Gelegenheit, um sich auch punkto Reiseapotheke, Sonnenschutzmittel und Impfstatus Ratschläge zu holen: Zur Grundausstattung einer Reiseapotheke gehören Schmerzmittel, Medikamente gegen Erkältung, Durchfall und Verdauungsbeschwerden. Weiter sollten Verbandmaterial in ausreichender Menge, Desinfektionsmittel, Pinzette und Schere und Mückensprays im Reisegepäck mitgeführt werden. Weiterführende interessante und wichtige Informationen rund um das Thema Gesundheit erhalten Sie im Internet auf der Homepage von Pharma Suisse unter: www.pharmasuisse.org.

PD/CI

Zuger Woche vom Mittwoch, 10. Juli 2019, Seite 5 (17 Views)

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