E-Paper - 10. Juli 2019
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«Die nachhaltige Entwicklung gilt es zu fördern»

Von Nicola Schuler

Name: Hans Staub

Wohnort: Steinhausen

Beruf: Gemeindepräsident

Interview Hans Staub (61) war schon Präsident verschiedenster lokaler Verbände und Kommissionen. Seit 2007 vertritt er im Gemeinderat von Steinhausen die CVP. 2015 wurde er zum Vizepräsident ernannt und im Dezember 2018 gar zum neuen Gemeindepräsidenten gewählt. Im Gespräch erzählte er uns unter anderem, welche Ziele er mit der Gemeinde Steinhausen verfolgt.

Hans Staub, Sie wurden im vergangenen Dezember eher knapp zum neuen Gemeindepräsidenten von Steinhausen gewählt. Was ging Ihnen damals durch Kopf?

Das war wirklich knapp, aber im ersten Wahlgang habe ich die Wahl zum Gemeindepräsidenten noch knapper verpasst. Spass beiseite: das knappe Wahlresultat ist schon längst kein Thema mehr, weder auf der Strasse noch im Gemeinderat wurde ich in letzter Zeit darauf angesprochen.

Welches war bisher die grösste Herausforderung in Ihrem Amt als Gemeindepräsident?

Die sehr hohe Auslastung des Gemeindesaals gab im Rat schon verschiedentlich zu Diskussionen Anlass. Weiter hat und wird uns der Kanton mit der Planung der neuen Durchgangsstation sehr fordern. Bei der Bewilligung von Handyantennen gehen die Meinungen in der Bevölkerung mindestens 180 Grad auseinander. So gingen doch beim Baugesuch für eine 4G-Antenne äusserst viele Einsprachen ein, gleichzeitig wird aber auch wegen dem teilweise schlechten Handyempfang reklamiert.

Welche Ziele haben Sie für die Zukunft von Steinhausen?

Die Gemeinde Steinhausen soll meiner Meinung nach weiter in die Aufenthaltsqualität investieren, sei es beim Bahnhof, dem Dorfplatz oder auch den öffentlichen Bauten. Hier ist eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die «neue» Gemeindeverwaltung soll der Bevölkerung und den Verwaltungsangestellten einen Mehrwert bringen.

Ihnen liegt ein massvolles Wachstum von Steinhausen sehr am Herzen. Was verstehen Sie konkret unter massvoll?

Massvoll heisst für mich: Die jetzige Bevölkerung soll durch die neuen Bauten möglichst wenig gestört werden und die gemeindlichen Infrastrukturbauten können mit der Bevölkerungsentwicklung Schritt halten.

Was macht Steinhausen aus Ihrer Sicht zu einem attraktiven Wohnort?

Die gute Verkehrsanbindung und die kurzen Wege sind sicher ein Riesenplus, auch die Naherholungsgebiete mit dem Steinhauserwald und die Nähe zum Zugersee und den Bergen machen unser Dorf attraktiv. Das vielfältige Vereinsleben in Steinhausen ist für den Zusammenhalt in der Gemeinde äusserst wichtig.

Nebst dem Gemeindepräsidium sind Sie auch für die Abteilung Bildung und Schule zuständig. Was liegt Ihnen betreffend Bildung besonders am Herzen?

Bei der Bildung ist sicher darauf zu achten dass alle Kinder ihren Talenten und Fähigkeiten gerecht gefördert und gefordert werden. Beim Übergang von den gemeindlichen Schulen in weiterführende Ausbildungen, sei es der Berufslehre oder eine schulische Bildung, ist grösste Sorgfalt geboten, damit alle Jugendlichen zu einem anerkannten Berufsabschluss kommen.

Am 8. April beschloss der Gemeinderat Steinhausen, dass die Tarife für Musikschüler um 25 Prozent angehoben werden. Somit sind die Kosten für diese nun um einiges höher. Was können Sie uns dazu sagen?

Prozentual ist die Erhöhung massiv, absolut in Franken ist die Erhöhung im Rahmen und absolut vertretbar. Ehrlich gesagt, ausser der Presse hat mich zu diesem Thema noch niemand angesprochen. Im Vergleich mit den anderen Zuger Gemeinden ist Steinhausen weiterhin günstig was die Musikschultarife betrifft.

Welches sind Ihre drei Lieblingsorte in Steinhausen?

Der Waldsee wegen der frischen Luft und der Erholung. Die Turnhalle, für den Erhalt meiner Fitness und das Dorfzentrum. Im Dorfzentrum treffe ich mich am liebsten mit meinen Freunden und Bekannten.

Wie lautet Ihr Schlusswort an die Leserschaft?

Nehmen Sie teil am Steinhauser Dorfleben, treten Sie der Feuerwehr oder einem Verein bei, dabei kommen Sie in Kontakt mit der Bevölkerung und lernen unsere Gemeinde besser kennen.

Persönliche Anmerkung

Ich wünsche allen einen schönen Sommer und zwischendurch auch mal etwas Regen.

Herzlichen Dank für dieses Interview, Herr Staub

Zuger Woche vom Mittwoch, 10. Juli 2019, Seite 9 (17 Views)

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