E-Paper - 14. August 2019
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Kanton Zug im Schwingfieber

Von Nicola Schuler

Vom 23. bis 25. August findet zum dritten Mal ein Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest (ESAF) in Zug statt. Dabei steht das Schwingen im Fokus. Eine Sportart, die auch im Kanton Zug eine lange Tradition hat.

Nationalsport Das volkstümliche Schwingen und das moderne Zug passen nicht zueinander? Falls Sie sich diese Frage stellen, liegen Sie komplett falsch. Für den kleinen Kanton Zug ist das ESAF 2019, nach 1943 und 1961 bereits das dritte «Eidgenössische». Ausserdem gibt es hier sage und schreibe vier verschiedene Schwingvereine: Der Schwingclub Zug und Umgebung, den Schwingklub Oberwil-Zug, den Schwingklub Cham-Ennetsee und den Schwingklub Ägerital. Die Vereine sowie der Zuger Kantonale Schwingverband blicken auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück.

Der älteste Schwingklub

Nach der Gründung des Zuger Kantonalen Schwingverbandes 1917, nahm 1925 der älteste aktive Schwingklub des Kanton Zugs den Betrieb auf der Schwingklub Oberwil-Zug. Die beiden «Eidgenössischen» von 1943 und 1961 sowie diverse Innerschweizerische Schwing- Älplerfeste (ISV), organisierte der Club erfolgreich mit. Prägende Schwinger in der Vereinsgeschichte waren unter anderem Karl Hegglin, der 1935 Europameister im Freistilringen wurde, Josef Reichmuth, Alois Betschart und Alois Schillig. Zu den erfolgreichsten Aktivschwingern gehören Remo Betschart, Rainer Betschart und Christian Bucher.

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Die Bösen aus Ennetsee

Der Schwingklub Cham Ennetsee ist der erfolgreichste Zuger Schwingverein. Der 1884 gegründete Turnverein Cham brachte einige erfolgreiche Schwinger hervor, so dass der Wunsch, einen Schwingklub zu gründen, immer grösser wurde. Schliesslich war es dann 1960 soweit. Im Verlauf der Geschichte bescherten dem Schwingklub Sägemehlsportler wie Heinrich «Harry» Knüsel, Leo Betschart, Josef Burch und Paul Bachmann (Präsident Trägerverein ESAF 2019) grosse Erfolge. Der absolute Höhepunkt der Vereinsgeschichte, wie auch der Geschichte des Innerschweizerischen Schwing Verbandes (ISV), war 1986. Am ESAF 86 in Sion legte der damals noch junge Harry Knüsel im Schlussgang Ernst Schläpfer auf den Rücken und krönte sich zum bisher einzigen Innerschweizer Schwingerkönig. Der momentan stärkste Schwinger des Schwingklub Cham-Ennetsee ist der Königsanwärter Pirmin Reichmuth. Das Buebeschwinget in Cham wird jeweils von diesem Verein organisiert.

Zug und Umgebung

Kantonalpräsident Emil Speck und 18 Gleichgesinnte gründeten 1933 den Schwingclub Zug und Umgebung. Ein besonderes Highlight in der Geschichte des Vereins war das Innerschweizerische Schwingfest 1989. Der Schwingclub organisierte dieses Fest zusammen mit dem Turnverein STV 1883 Baar. Das Baarer Buebeschwinget sowie das Baarer Abendschwingen, die der Club organisiert, haben mittlerweile einen festen Platz im Kalender der regionalen (Jung-) Schwinger und sind nicht mehr wegzudenken.

Schwingen im Ägerital

Seit 1943 fördert der Schwingclub Ägerital den Sägemehlsport. Der Verein organisiert sowohl das Morgarten Schwingen als auch das Felsenau Nachwuchsschwingen. Dank einer guten Juniorenförderung ist der Schwingclub Ägerital für die Zukunft bestens gerüstet. Von den aktiven Schwingern stechen insbesondere Marcel Bieri, der am diesjährigen ESAF zum erweiterten Favoritenkreis gehört, sowie das erst 17-jährige Talent Noé van Messel hervor.

Nächstes Highlight folgt

Mit dem ESAF 2019, das vom 23. bis 25. August über die Bühne gehen wird, kommt ein weiterer Höhepunkt zur Zuger Schwinggeschichte hinzu. Das alle drei Jahre stattfindende ESAF ist das wichtigste Fest im Schwingsport und einer der grössten wiederkehrenden Anlässe der Schweiz. Das ESAF 2019 wird ein Fest der Superlative werden. Über 300'000 Besucher werden am Festwochenende in Zug erwartet. Die extra errichtete Zug Arena fasst rund 56'500 Zuschauer und ist damit die grösste Temporärarena der ganzen Welt. Eines ist klar, eine solch gigantische Veranstaltung hat der Kanton Zug noch nie gesehen, und als ob das noch nicht Grund genug zur Vorfreude ist, werden aus unserem Kanton, dank der exzellenten Nachwuchsförderung der Schwingvereine, einige äusserst «böse» Zeitgenossen am ESAF teilnehmen. Diese lassen uns von einem Zuger Schwingerkönig und mehreren eidgenössischen Kränzen träumen. Einen grossen Vorbericht zum «Eidgenössischen» mit allen wichtigen Fakten zu diesem Grossanlass inklusive Favoriten und vielem mehr finden sie in der heutigen Ausgabe auf den Seiten 11 bis 22. Und nun freuen auch wir uns auf das ESAF 2019!

redaktion@zugerwoche.ch

Zuger Woche vom Mittwoch, 14. August 2019, Seite 1 (17 Views)

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