E-Paper - 28. August 2019
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ESAF: «Ich bin stolz ein Zuger zu sein»

Von M.Scavelli/D. Kammüller

Rund 420'000 Besucher strömten am vergangenen Wochenende nach Zug ans Eidgenössische Schwing- und Älplerfest. Neben der sportlich hochwertigen Kost überzeugte das Fest vor allem durch seine organisatorische Meisterleistung.

Zug Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) in Zug geht als Fest der Superlative in die Annalen des Eidgenössischen Schwingverbandes (ESV) ein. Mit dem Berner Seeländer Christian Stucki wurde zwar kein Zuger und auch kein Innerschweizer, aber immerhin ein grosser Sympathieträger Schwingerkönig in der ausverkauften Zug Arena.

Erwartungen übertroffen

Die drei Festtage bleiben wohl auch für uns Zuger noch lange in bester Erinnerung. «Wir sind rundum glücklich, ja wir haben sogar die kühnsten Erwartungen übertroffen», sagte der zufriedene OK-Präsident Heinz Tännler an der Medienschlusskonferenz am Sonntagabend. Am Festwochenende war die Stimmung in und um Zug herum äusserst friedlich. Die Blaulichtorganisationen sprachen von «Schürfungen, Prellungen und einzelnen Streitigkeiten» - nicht mehr und nicht weniger, was wiederum dafür spricht, dass der Schwingsport nicht nur viele, sondern auch viele friedliche Zuschauer anzuziehen vermag.

«Chrampfer» als echte Helden

Ein besonderer Dank gilt den 6000 freiwilligen «Chrampfern» sowie der Armee und dem Zivilschutz, > S 2 die die drei Tage in Zug zu einem unvergesslichen Sport- und Volksfest gemacht haben. Weiter sprach Tännler auch das funktionierende Abfallkonzept an. «Den Helfern ist es gelungen, die Zug Arena und den Festperimeter jeweils über Nacht wieder derart sauber herzurichten, dass es eine Freude gewesen ist, frühmorgens aufs Gelände zu kommen». Und so mancher Zuger, mit dem man ins Gespräch kam, meinte mit gewölbter Brust: «Ich bin wirklich stolz darauf ein Zuger zu sein. Wo man auch hinsah, es gab keine Mankos, es gab nur glückliche, zufriedene Gesichter. Das ESAF in Zug war mit Fug und Recht ein Fest der Superlative und auch ein Fest der Rekorde.

Verkehrskonzept ging auf

Die grosse Mehrheit des Publikums (fast 90 Prozent) reiste tatsächlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Auch das war keine Selbstverständlichkeit, aber eine wahrliche Meisterleistung bei rund 100'000 Besuchern pro Tag.

Unterhaltung

Auch das Unterhaltungsprogramm gehörte zur Erfolgsgeschichte dieses fantastischen Festes. Die Besucher fanden ein breites, abwechslungsreiches Programm vor, das von allen Seiten ausgiebig, aber wie erwähnt, mehrheitlich friedlich genutzt wurde. Speziell zu erwähnen wäre am Schluss der durchaus gelungene und erstmals gewagte Switch zwischen Tradition und Moderne. Bravo! Das wird mit Bestimmtheit in der Zukunft Nachahmer finden.

Der I-Punkt fehlte

Nach dem Schlussgang und nach der Verkündung der Kranzgewinner, zeigte sich, die Innerschweizer Schwinger schwangen zwar gut, zeigten tolle, bisweilen Superleistungen, aber am Ende hat es dann doch nicht gereicht. Die vermeintliche Unglückszahl 13 scheint schon fast bezeichnend für das Kampfpech der Innerschweizer Schwinger mit ihren 13 Kränzen und mit Joel Wicki als Erstgekröntem (gleichviel Punkte wie der Sieger, aber den Finalkampf verloren). Ja, der i-Punkt, das letzte Tüpfelchen dieses einmaligen und unvergesslichen Festes fehlte am Ende. Es war eine tolle Geschichte, ein wunderschönes Märchen, bei dem am Ende halt das Happy End fehlte. Sieg und Niederlage liegen manchmal extrem dicht beieinander. Doch kommt Zeit, kommt Rat und ein wenig mehr Erfahrung. In drei Jahren bietet sich den Zugern und Innerschweizern in Pratteln die nächste Chance.

redaktion@zugerwoche.ch

Zuger Woche vom Mittwoch, 28. August 2019, Seite 1 (19 Views)

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