E-Paper - 13. November 2019
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Soziales Angebot

Die Zuger Zweithand-Landschaft bietet sowohl für das kleine Portemonnaie als auch für Markenfans die passenden Geschäfte. Für erstere eignen sich allem voran die zwei in Baar zu findenden Secondhand-Läden von «GGZ@Work» für einen günstigen Kleidereinkauf. Zu sehr tiefen Preisen wird hier von Schuhen und Hosen, über Hemden, Jacken und Pullover, bis hin zu Taschen alles Erdenkliche angeboten. Die «GGZ@Work» unterstützt mit den zwei Ladenlokalen Menschen, die sich teurere Kleidung aus kommerziellen Modeketten nur sehr schwer bis gar nicht leisten können. Auch Menschen, die aus Umweltschutzgründen bewusst auf das Kaufen neuer Kleidung verzichten, sind gerne gesehen. Trotz niedriger Preisklasse wird grossen Wert darauf gelegt, dass die gebrachten Kleider unversehrt und brauchbar sind. Betrieben werden die Läden durch beschäftigte Sozialhilfebezüger und Asylsuchende der GGZ. Sie sind im gesamten Arbeitsablauf von der Sortierung über die Qualitätskontrolle und Aufbereitung bis hin zum Verkauf involviert.

Die guten alten Brockenhäuser

Ebenfalls günstig geshoppt werden kann in den altbekannten Brockenhäusern, von welchen zwei in der Stadt Zug zu finden sind. So birgt jenes an der Äusseren Güterstrasse 10, nahe des Bahnhofs Zug, sowie das «Brockenhüüsli» in der Altstadt alles, was das Herz begehrt. Nebst einem grossen Angebot von Zweithand-Kleidung sind hier allerlei Accessoires, Dekorationsartikel, Haushaltsgegenstände, Möbel und vieles mehr zu finden. Es lohnt sich also, vor dem nächsten Besuch bei Zara, Ikea und Co. einen Blick in die Schatzkammern der Brockenhäuser zu werfen.

Qualität wird grossgeschrieben

Aus der Zuger Secondhand-Landschaft nicht mehr wegzudenken ist die Boutique «Inkognito», die nach vielen Jahren in der Altstadt nun am Postplatz 2 einen neuen Standort gefunden hat. Bereits seit 25 Jahren führt Diana Schläpfer das Geschäft mit Leidenschaft: «Einen Secondhand-Laden zu betreiben bedeutet viel Arbeit und Zeit. Nachhaltige und qualitativ hochwertige Mode sind mir ein grosses Anliegen; die sogenannte Wegwerfmode findet bei mir keinen Platz. Nach Vereinbarung eines Termins sehe ich mir die Kleidung meiner Lieferanten sehr genau an und entscheide anhand von Zustand, Optik, Label und Saison, ob sie in mein Sortiment passt. Die Nachhaltigkeit, die das Einkaufen in Secondhand-Läden mit sich bringt, liegt mir sehr am Herzen.»

Zunehmend junge Menschen

Auch im beschaulichen Unterägeri wird man auf der Suche nach einem Secondhand-Laden fündig. «Rock + Co.» bietet Kleidung und Accessoires für die ganze Familie. Nebst herkömmlicher Alltagsmode vertreibt das Geschäft Kleider für Themenpartys und jede Menge Bücher aus zweiter Wahl. «Mit der 'grünen Welle' hat sicher ein Umdenken begonnen. Ich bin froh, dass ich immer mehr Leute damit überraschen darf, dass Secondhand-Kleidung keineswegs schmuddelig und schmutzig ist. Zudem freue ich mich sehr über zunehmend junge Kundschaft in meinem Laden», so Besitzerin Andrea Schüpfer.

Fazit

Dieses Kurzporträt zeigt: Man muss längst nicht mehr in die grösseren Schweizer Städte, um Kleidung aus zweiter Hand zu ergattern. Die betreffenden Ladenlokale befinden sich im kleinen Kanton Zug quasi direkt um die Ecke, haben einiges zu bieten, und: Sie leisten einen guten Dienst an die Umwelt! 11 Kilogramm CO2 stecken in einem normalen T-Shirt aus Baumwolle. Beim Kauf von einigen Kleidungsstücken aus zweiter Hand spart man dementsprechend viele Ressourcen. Die Umwelt dankt und der Besitzer des Secondhand-Ladens ebenfalls.

redaktion@zugerwoche.ch

Zuger Woche vom Mittwoch, 13. November 2019, Seite 3 (4 Views)

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