E-Paper - 27. November 2019
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Kampf gegen den Strassenlärm

Von Patrik Iten

Auf den Schweizer Strassen versucht man dem Strassenlärm an den Kragen zu gehen. Das Bundesgesetz möchte es so. Mit dem stetig wachsenden Verkehr wird es von Jahr zu Jahr eine grössere Belastung für die Anwohner. Bei den Autos verursachen vor allem die Abrollgeräusche den Lärm. Um den Lärm zu vermindern, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

CVP Eine einfache und günstige Möglichkeit ist die Reduktion der Fahrgeschwindigkeit. Diese Variante ist nicht gerade beliebt. Vor allem dann, wenn auf den Hauptstrassen nur noch mit 30 km/h gefahren werden darf. Wenn eine solche Tafel bei einer Kantonsstrasse montiert wird, bin ich der Meinung, dass diese Strasse der Gemeinde übergeben werden soll. Denn bei Kantonsstrassen gibt es folgende Typisierung: Hochleistungsstrasse, Hauptverkehrsstrasse, Verbindungsstrasse und Sammelstrasse. Unter dieser Typisierung finde ich keine Quartierstrasse. Und das ist für mich eine Strasse die nur noch mit 30 km/h befahren werden darf.

Eine weitere beliebte Variante ist der Einbau von Flüsterbelag. Der Kanton und einige Gemeinden scheinen gefallen an diesem Belag zu finden. Der Effekt im ersten Jahr ist bei 6-7 Dezibel. Bereits nach 4-5 Jahren minimiert sich der Effekt auf 3 Dezibel. Und nach 10 Jahren sind es gerade noch 1 Dezibel. Um das Ziel wieder zu erreichen muss dann der Belag erneuert werden. Da frage ich mich, möchten die Anwohner alle 10 Jahre eine Baustelle vor ihrem Haus? Zudem verdoppeln sich die Deckbelagskosten, da ein herkömmlicher Belag rund 20 25 Jahre alt wird.

Nun bin ich bei der dritten Variante. Da wir noch nicht so weit sind, langlebende Flüsterbeläge zu erstellen, würde man besser das Geld anders investieren. Wenn man die wirkliche Ursache bekämpft so kann man eine flächendeckende Lösung bieten. Man ist bereits daran geräuscharme Pneus zu entwickeln. Statt das Geld für die kurzlebenden Beläge zu brauchen, sollte man Geld in diese Forschung investieren. Dann hätten wir eine Langzeitlösung, die für alle beteiligten besser ist. Manchmal braucht es einfach etwas mehr Geduld, dafür ist das Resultat beständiger.

Zuger Woche vom Mittwoch, 27. November 2019, Seite 22 (6 Views)

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