E-Paper - 27. November 2019
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«Meine Musik ist sehr persönlich und intim»

Von Kristina Gysi

Name: Melina Rüeger MILA

Beruf: Studentin

Wohnort: Hagendorn

Interview Das Singen ist ein fester Bestandteil in Melina Rüegers Leben. Die 19-jährige Musikerin gibt unter ihrem Künstlernamen MILA Konzerte zum Besten, schreibt Songs und studiert an der Zürcher Hochschule der Künste. Wir fühlten der lebensfreudigen jungen Frau auf den Zahn.

Melina, als junge Sängerin hattest du bereits einige Auftritte vor grossem Publikum. Welcher blieb dir in besonderer Erinnerung?

Bisher hatte ich tatsächlich schon das Privileg in einigen grösseren Locations aufzutreten. Jeder Auftritt war einzigartig, Seite an Seite mit tollen Musikern, weshalb es mir sehr schwer fällt, ein Konzert zu nennen, das mir besonders in Erinnerung blieb. Eines meiner letzten Konzerte zähle ich aber zu einer besonders schönen und wertvollen Erfahrung. Schauplatz war der Mehrspurklub, direkt bei der Zürcher Hochschule der Künste, bei der ich vor zwei Monaten mein Studium begann. Am 7. November spielte ich mit meiner Band zum allerersten Mal durchweg eigene Songs und dies vor einem «speziellen» Publikum. Die Menschen waren auf beinahe beängstigende Weise aufmerksam, widmeten sich vollkommen unserer Musik, verliehen der Darbietung eine nahezu mystische Atmosphäre. In dieser Art hatte ich das vorher noch nicht erlebt und war nach dem Aufritt völlig hin und weg.

Bist du in einer musikalischen Familie gross geworden oder rührt das Flair für Gesang und Musik anderswo her?

Die Musik wurde mir definitiv in die Wiege gelegt. Mein Grosspapa ist Dirigent, meine Mutter studierte Musik und Bewegung und so gehörte Gesang, Musik und Tanz schon immer zum familiären Beisammensein. Ebenso pflegen wir seit jeher Rituale, die oftmals mit Musik zu tun haben sei dies an Weihnachten oder im Zuge anderer Festlichkeiten. Meine Mama und mich verbindet aufgrund der Liebe zur Musik ein spezielles Band.

Verspürst du vor deinen Darbietungen noch Nervosität oder hast du dich bereits daran gewöhnt?

Hierbei spielt es eine grosse Rolle, in welchem Rahmen ein Konzert stattfindet und wie ich mich davor fühle. Mir ist es komischerweise unangenehmer vor vielen Leuten zu singen, die ich kenne, als vor grossem, unbekanntem Publikum. Das könnte daran liegen, dass meine eigene Musik sehr persönliche Dinge meines Lebens umschreibt und ich mich somit in gewisser Weise «entblösse». Die Nervosität ist also im Allgemeinen situationsabhängig wobei ein bisschen Herzklopfen immer dazugehört.

Hast du ein musikalisches Vorbild oder ein Idol?

Es gibt viele unglaubliche Künstler. Vorneweg kann ich sagen, dass ich nicht besonders auf die moderne Elektro- und Popmusik stehe. Zu meinem Repertoire gehören viele ältere Stücke wie jene von Stevie Wonder, Joni Mitchel, Eva Cassidy, aber auch einige zeitgenössische Künstler, die mich inspirieren, so zum Beispiel Alicia Keys.

Welche Musikrichtung ist deine liebste?

Ich fühle mich sehr wohl in eher ruhigen, souligen, folkigen und warmen Musikrichtungen, da es mir wichtig ist, der Stimme genügend Raum zu lassen, damit sie sich entfalten, schwingen und fliegen kann. Zudem singe ich gerne in Begleitung von akustischen Instrumenten wie Kontrabass, Banjo, Viola oder Mundharmonika. Aber auch das gemeinsame Singen mit anderen Stimmen, so zum Beispiel im Duo oder im Trio, macht mir grossen Spass.

Was gefällt dir am Kanton Zug?

Der See, die Berge und trotz relativ dichter Bebauung die Natur. Aufgewachsen bin ich in Hagendorn; dieses kleine Örtchen in Cham beherbergt lauschige Plätzchen, viel Weite, Felder und Bäume. Ich fühle mich sehr zur Natur hingezogen, weshalb Hagendorn der perfekte Ort war, um mich zu erden, zu entfalten und meine Wurzeln zu stärken für den Gang in die grosse weite Welt.

Und zum Schluss, sag, was du willst:

Als neue Leadsängerin der Band «Paisley Tones» freue ich mich auf zwei im Januar erscheinende Live-Videos sowie auf zwei neue Songs, die wir Mitte nächsten Jahres publizieren werden. Zudem nimmt auch mein Soloprojekt MILA Formen an. Auf meinem Youtube-Kanal «MILA Music» habe ich bisher zwei Songs inklusive Musikvideos hochgeladen doch das ist erst der Anfang.

Zuger Woche vom Mittwoch, 27. November 2019, Seite 26 (9 Views)

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