E-Paper - 12. Februar 2020
Zuger Woche
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Vom Quartierverein zur Narrenzunft

Die Zunft der Letzibuzäli hat im Kanton Zug eine Lange Tradition. Entstanden ist Sie im Jahr 1983 zur Förderung der Fasnacht im Herti-Quartier.

Zug In früheren Jahren wurde von der Lehrerschaft im Hertiquartier Zug ein Minifasnachtsumzug mit den Schulkindern durchgeführt. Mit der Gründung des Quartiervereins Zug-West übernahm dieser die Organisation der Kinderfasnacht. So wurde aus dem ehemaligen Kinderzügli bald ein richtig grosser Fasnachtsumzug.

Die Gründung der Letzibuzäli

Jahr für Jahr wuchsen die Aufgaben und Ausgaben der Organisatoren.

Nach der Fasnacht 1983 beschlossen einige Verantwortliche die Weiterführung dieser Tradition mit der Gründung einer Narrenzunft zu gewährleisten. Nach diversen Vorbereitungen erfolgte am 9. November 1983 die Gründung unter dem Namen »Narrenzunft Letzibuzäli Zug«. Erwin Villiger gebührte die Ehre, der erste Zunftmeister der Letzibuzäli zu sein. Der Zweck der Zunft ist es, die bestehende Fasnacht in der Herti Zug weiterhin zu erhalten und die Geselligkeit und Kameradschaft ihrer Mitglieder und Gönner zu fördern. Neben dem heimischen Umzug beteiligt sich die Zunft auch an auswärtigen Fasnachtsanlässen in ihrer typischen blauweissen Zunftkleidung.

2'000 Kilogramm Konfetti

Am Fasnachtssamstag führt die Zunft ihren Umzug durch. Wie üblich werden während des Umzugs Orangen, Konfetti, Süssigkeiten und vieles mehr an die Zuschauer verteilt. Dazu benötigt die Zunft pro Fasnacht ungefähr 2’000 kg Orangen, 450 kg Süssigkeiten, 1’500 Portionen Würstchen mit Brot und natürlich stattliche 2’000 kg Konfetti. Dieses Jahr findet der Fasnachtsumzug am 22. Februar um 14 Uhr statt. Am Vorabend des Umzugs wird jeweils das Altersheim Herti besucht und dessen Bewohner können sich am fasnächtlichem Treiben und einem Präsent erfreuen. Dabei darf das obligate Zweierli Wein natürlich auch nicht vergessen werden.

Fasnächtler des Jahres

Eine weitere Fasnachtstradition ist die Krönung des Zuger Fasnächtler des Jahres. Bereits zum 13. Mal kürte das Organisationskomitee der Zuger Chesslete zusammen mit den Altprinzen der Letzibuzälizunft deshalb den Zuger Fasnächtler des Jahres. Im Jahr 2020 kommt die Ehre einer Stadtzuger Fasnachtsgrösse zuteil. Es ist der Zunftmeister der Letzizunft, Richi Rüegg. Ein echter Vollblut-Fasnächtler.

Engagierter Vollblut-Fasnächtler

Richi Rüegg setzt sich seit Jahrzehnten für die Zuger Fasnacht ein, insbesondere in «seinem» Hertiquartier, dessen Interessen er nicht nur in der Fasnacht, sondern auch als Ratsmitglied im Grossen Gemeinderat vertritt. Während seiner Zeit als Zunftmeister zuvor war er drei Jahre als Zeremonius tätig rief er nicht nur die Lebuzenmeile am Samstagabend ins Leben, sondern ficht er auch immer wieder Kämpfe mit fasnachtskritischen und übervorsichtigen Beamten aus. So nervt ihn die Stadt in Sachen Bewilligungsmarathon. Ein anderes Beispiel war der Streit mit der WWZ, als es darum ging, dass die Letzibuzäli in ihrem Quartier Fahnen an die Strassenlampen hängen wollten. Es mussten viele Widerstände überwunden und eigens Verstärkungsmanschetten angefertigt werden, damit das Quartier weiterhin fasnächtlich geschmückt daherkommen kann. Das gesamte Stadtzuger Fasnachtsvolk dankt Richi für seinen unermüdlichen Einsatz für die Fasnacht als Kulturgut. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.lebuz.ch. PD/DW

Zuger Woche vom Mittwoch, 12. Februar 2020, Seite 13 (2 Views)

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